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Portugal Rundreise – Lissabon und der Norden

Lissabon – Évora – Pinhão – Braga – Porto – Coimbra – Óbidos – Sintra


Eine Rundreise durch Portugal ist etwas ganz Besonderes, denn Ihnen wird eine unglaubliche Vielfalt geboten. Vor allem die nördliche Hälfte des Landes wartet mit Sehenswürdigkeiten auf, von denen eine beeindruckender ist als die andere. Lebendige Städte, historische Bauwerke und saftig-grüne Weinhänge werden Ihnen auf Ihrer Rundreise schlichtweg den Atem verschlagen.

Welche Orte Sie während Ihrer 15-tägigen Portugal Rundreise keinesfalls verpassen dürfen und was Sie sonst noch alles unternehmen sollten, erfahren Sie hier von uns.

Portugal Rundreise Routenempfehlung



Die Rundreise im Überblick:

  • Länge der Route: ca. 1.100 km
  • Dauer: 15 Tage
  • Verkehrsmittel: Mietwagen
  • Start- und Zielpunkt: Lissabon
  • Beste Reisezeit: Frühjahr oder Herbst zum Städte-Erkunden
  • Highlights: Lissabon & Porto, die Weinhänge im Douro-Tal und Sintras Märchenwelt


Alt, älter, Portugal: Sie werden schnell merken, dass in Portugal vieles sehr, sehr alt ist – selbst das Land an sich! Entdecken Sie in Europas ältestem Nationalstaat die älteste Buchhandlung der Welt, die älteste Kathedrale des Landes und eine der ältesten Universitäten Europas.

Tag 1-3: Lissabon

Lissabon Tram

Bem-vindo in Lissabon, der pulsierenden Hauptstadt des Landes. Hier beginnt Ihre Rundreise durch das Land der Entdecker – und auch für Sie wird es so einiges zu entdecken geben. Sie können es kaum erwarten, die Stadt ausgiebig zu erkunden? Dann schlüpfen Sie schnell in ein bequemes Paar Schuhe und los gehts!

Einen ersten Eindruck von Lissabon bekommen Sie am besten bei einer Fahrt mit der quietschgelben Tram, womit Sie bereits ein Highlight Ihres Lissabon Städtetrips abgedeckt hätten. Die Bahnen fahren bereits seit 1901 durch die Stadt und sind eine Sehenswürdigkeit für sich. Am besten nehmen Sie die Tramlinie 28, die ihre beiden Endhaltestellen jeweils auf einem der insgesamt sieben Hügeln hat, auf denen Lissabon liegt. Steigen Sie hier aus und genießen Sie die traumhafte Aussicht über die Stadt, bevor Sie mit dem nostalgischen Gefährt wieder in Richtung Zentrum fahren.

Schon gewusst? Von 1808 bis 1821 war Rio de Janeiro die portugiesische Hauptstadt, nachdem der portugiesische Hof um König Johann VI. vor Napoleons Truppen geflüchtet war.


Lissabons schönste Viertel

Abgesehen von der obligatorischen Tramfahrt lässt sich die Stadt am Tejo am besten zu Fuß erkunden. Schlendern Sie durch die Alfama, Lissabons ältestes Stadtviertel mit engen Gassen, windschiefen Häusern, kleinen Nischen und steilen Treppen. Flanieren Sie auch durch das Baixa Viertel, die Unterstadt, die nach einem schweren Erdbeben im Jahr 1755 neu aufgebaut wurde, und durch das Bairro Alto mit seinen vielen Boutiquen, kleinen Läden, Bars, Kneipen und Fado-Lokalen.

Tipp: Den Besuch eines Fado-Konzertes sollten Sie sich keinesfalls entgehen lassen. In Lissabon gibt es viele Lokale, in denen Sie dem vor Weltschmerz triefendem Gesang lauschen können. Über sehr gute Bewertungen dürfen sich das Sr. Fado de Alfama, die Tasca do Jaime d’Alfama und das Casa de Linhares freuen.



Doch hat die Perle am Atlantik noch so viel mehr zu bieten. Diese Sehenswürdigkeiten in Lissabon sollten Sie sich keinesfalls entgehen lassen:

Lissabon Brücke
  • Ponte 25 de Abril: Die Brücke gilt als kleine Schwester der Golden Gate Bridge und erstreckt sich auf 3,2 km über den Fluss Tejo.
  • Castelo de São Jorge: Von der Burg aus genießen Sie einen tollen Ausblick auf die Brücke und die Statue Cristo do Rei – vor allem bei Sonnenuntergang ein absolutes Highlight!

  • Torre de Belém: 1521 erbaut, begrüßte der 35 m hohe Torre de Belém als Wachturm die ankommenden Schiffe, bevor er 1570 in ein Gefängnis umgewandelt wurde. Heute zählt er zum UNESCO Weltkulturerbe.
  • Livraria Bertrand: Die Livraria Bertrand wurde 1732 eröffnet und ist die älteste durchgehend betriebene Buchhandlung der Welt. Sie befindet sich im Lissabonner Stadtviertel Chiado.

  • Hieronymus Kloster
    Hieronymus Kloster

    Besuchen Sie unbedingt auch das Hieronymus Kloster! Im Vorort Belém gelegen, beherbergt die ebenfalls zum UNESCO Weltkulturerbe zählende Klosteranlage unter anderem die Sarkophage von Vasco da Gama, dem Dichter Luís de Camões und verschiedener portugiesischer Könige. Das reich verzierte Kloster hielt sogar dem Erdbeben von 1755 stand und ist vom manuelinischen Baustils geprägt, einer portugiesischen Variante der Spätgotik.

    Kulinarischer Tipp: Besuchen Sie im Stadtteil Belém unbedingt die Patisserie „Pastéis de Belém“, in der seit 1837 die leckeren Pastéis de Nata – die kleinen Puddingtörtchen in Blätterteig – und weitere Leckereien nach Originalrezepten gebacken werden. Die Patisserie finden Sie in der Rua de Belém nahe des Hieronymus Klosters.

    Tag 4: Évora (135 km)

    Tempel
    Römischer Tempel Diana in Évora

    Am vierten Tag Ihrer Rundreise fahren Sie am Vormittag entspannt weiter in das Landesinnere nach Évora, die Hauptstadt der Region Alentejo. In der historischen Stadt herrscht eine entspannte Atmosphäre, die zum ausgiebigen Sightseeing einlädt. Über 300 Gebäude stehen in Évora unter Denkmalschutz, darüber hinaus beherbergt die Stadt im Herzen des Alentejo viele portugiesische Nationaldenkmäler. Schlendern Sie durch das charmante Stadtzentrum und verpassen Sie es nicht, diese Highlights in Évora zu entdecken:

    • Römischer Tempel Diana: Der Tempel aus dem 1. oder 2. Jahrhundert ist das Wahrzeichen von Évora und eine der geschichtlich bedeutendsten Ruinen des Landes.
    • Aqueduto da Água de Prata: Das „Aquädukt des silbernen Wassers“ wurde 1537 erbaut, um Wasser in die Stadt zu führen. Später wurden Häuser zwischen den Bögen gebaut bzw. geradezu gequetscht.
    Knochenkapelle
    • Praça do Giraldo: Das Herzstück von Évora ist gleichzeitig der lebendige Mittelpunkt der Stadt. Hier gibt es zahlreiche Cafés und Restaurants sowie die Igreja de Santo Antão.
    • Capela dos Ossos: In der Knochenkapelle wurden menschliche Gebeine aus dem 16. Jahrhundert an die Wände gestapelt. Ein Besuch dieses Kirchengebäudes der besonderen Art ist nichts für schwache Nerven!

    Tag 5: Pinhão (390 km)

    Von Évora aus geht es am fünften Tag Ihrer Reise nach Pinhão, wo Weinliebhaber voll auf ihre Kosten kommen. Brechen Sie am besten am frühen Morgen auf, um nach der doch recht langen Fahrt durch die wunderbare Landschaft direkt in das Weinvergnügen zu springen und den Charme der Stadt sowie ihre traumhafte Umgebung zu erkunden.

    Willkommen im Douro-Tal!

    Douro Tal

    In einer Kurve des Douro-Flusses gelegen, ist die Landschaft rund um Pinhão von sanften Hügeln und Weinhängen geprägt – das ist das Douro-Tal, die Heimat des Portweins. Es wurde nach dem Douro-Fluss benannt, der in der spanischen Provinz Soria entspringt und bei Porto in den Atlantischen Ozean mündet.

    Lassen Sie sich von dieser ursprünglichen Atmosphäre den Atem rauben und lernen Sie alles, was Sie über den weltbekannten Portwein wissen müssen. Natürlich sollen Sie auch selbst das ein oder andere Gläschen trinken, am besten bei einer Weinverkostung. Hierfür bieten sich beispielsweise die folgenden Quintas – portugiesische Weingüter – an, die von TripAdvisor mit dem Zertifikat für Exzellenz ausgezeichnet wurden:

    • Quinta das Carvalhas
    • Jorge Barefoot – Wine & Tours
    • Quinta do Bomfim

    Der Portwein ist eine klassische Weinsorte und hat seinen Namen der Hafenstadt Porto zu verdanken. Bei dem tiefroten Portwein handelt es sich um einen süßen und recht schweren Dessertwein, der mindestens drei Jahre, aber bis zu zwei Jahrzehnte lang reift. Der Begriff ist in Europa geschützt und der Rotwein darf nur aus Trauben aus dem Douro-Tal hergestellt werden.

    Tipp: Unternehmen Sie doch nach Ihrer Ankunft in Pinhão erst einmal eine Bootstour auf dem Douro. Schippern Sie entspannt in die Tiefen des Weinanbaugebietes und lassen Sie Ihren Blick über die Rebterrassen schweifen. Da schmeckt der Portwein später gleich noch viel besser!

    Tag 6-7: Braga (145 km)

    Nachdem Sie sich durch köstliche Weine geschlemmt haben und nun alles über das Getränk der Götter wissen, wird es Zeit für das nächste Ziel Ihrer Portugal Rundreise. Von Pinhão aus machen Sie sich auf den Weg nach Braga. Die Stadt liegt im Herzen der fruchtbaren Minho Region und ist umgeben von einer sanft hügeligen Landschaft mit Bergen und Wäldern. Die drittgrößte Stadt Portugals ist zugleich das religiöse Zentrum des Landes und bekannt für ihre barocken Kirchen, Häuser aus dem 18. Jahrhundert sowie bunt blühende Parks und Gärten.

    Sightseeing Tipp: Braga beheimatet die älteste Kathedrale Portugals, die Sé de Braga, mit bedeutenden sakralen Kunstschätzen. Ihr Bau begann im Jahr 1070 und wurde von den architektonischen und künstlerischen Stilen der Gotik, der Renaissance und des Barocks beeinflusst.


    Bragas blühende Pracht

    Braga Garten
    Jardim de Santa Bárbara

    Trotz der enormen Geschichtsträchtigkeit der Stadt ist Bragas Bevölkerung jung und dynamisch – schließlich gilt die Stadt als Universitätsstadt und zeichnet sich durch ein dynamisches Nachtleben aus. Schlendern Sie in Braga durch das Labyrinth aus engen Gassen, in denen sich historische Sehenswürdigkeiten, Monumente und traditionelle Familienbetriebe verstecken.

    Die gesamte Altstadt ist eine Fußgängerzone, die mit charmanten Plätzen, belebten Einkaufsstraßen und hübschen Gärten aufwartet. Zu den schönsten Gartenanlagen der Stadt – wenn nicht sogar des Landes – zählt zweifelsohne der Jardim de Santa Bárbara. Die Gartenlandschaft wurde im 17. Jahrhundert nahe des ehemaligen Bischofspalastes Antigo Paço Episcopal errichtet und besticht heute mit prachtvoll blühenden Blumenbeeten und den formschön geschnittenen Zierhecken.


    Bragas Highlight

    Der Höhepunkt eines jeden Besuches in Braga ist die Bom Jesus do Monte. Die neoklassische Kirche sitzt auf der Spitze eines Berges und bietet einen herrlichen Blick über die Stadt. Der Weg hinauf führt über barocke Treppen, die den Aufstieg in den Himmel symbolisieren. Alternativ können Sie auch mit der ältesten wasserbetriebenen Seilbahn der Welt zu diesem Meisterwerk der Baukunst gelangen. Im umliegenden Park der Kirche bieten sich auch ruhige Waldspaziergänge an.


    Braga Kirche
    Bom Jesus do Monte

    Tag 8-9: Porto (55 km)

    Porto


    Die nächste Station auf Ihrer Rundreise ist Porto, die zweitgrößte Stadt Portugals. Lange stand sie im Schatten von Lissabon, hat sich aber mittlerweile zu einem angesagten Ziel für eine Städtereise entwickelt. Das lebhafte Porto besticht mit einer blühenden Kulturszene und einer umwerfenden Altstadt – und nicht zuletzt natürlich mit dem Portwein. Dieser wird hier in den riesigen Kellern entlang der Flussbänke des Douro gelagert, und zwar auf der anderen Flussseite in Vila Nova de Gaia (kurz Gaia). Im Rahmen von informativen Touren können Sie auch hier einen Einblick in die traditionelle Herstellung gewinnen und Portos berühmtestes Exportprodukt verköstigen.

    Francesinha
    Kulinarischer Tipp: Probieren Sie unbedingt Portos Spezialität, die sogenannten Francesinhas. Dabei handelt es sich um mehrere aufeinandergestapelte Toastscheiben mit Schinken, portugiesischer Wurst und Hackfleisch. Darüber wird eine Tomatensauce, die mit Bier und Senf angereichert ist, gegeben und das Ganze wird mit Käse überbacken. Voilà, schon hat man die perfekte „kleine Französin“, womit Francesinha übersetzt wird.


    Die Stadt am Douro

    Porto

    Der Douro formt zudem die malerische Kulisse von Porto und wird von prachtvollen Brücken überquert. Eine von ihnen ist die Ponte Dom Luís I., eine stählerne Doppelbrücke, die 1886 eingeweiht wurde. Sie verbindet Porto mit Gaia und bietet einen fantastischen Blick auf den Fluss und seine beiden Ufer. Die Aussicht auf Porto und die Brücke selbst können Sie von der Igreja de Santa Clara in Gaia genießen. Auch eine entspannte Bootsfahrt auf dem Douro ist eine wunderbare Möglichkeit, um sich ein erstes Bild von Porto zu machen.

    Nun wird es Zeit, Portos pulsierendes Stadtleben zu erkunden. Schlendern Sie durch das älteste Viertel der Stadt, Ribeira, mit antiken, pittoresken Häusern, eng gepflasterten Straßen, familienbetriebenen Restaurants, Cafés und Bars. Kein Wunder, dass das Ribeira Viertel zum Weltkulturerbe der UNESCO gehört!


    Festival-Tipp: Jedes Jahr in der Nacht vom 23. auf den 24. Juni findet hier die Festa de São João do Porto zu Ehren von Johannes dem Täufer statt. Das große Festival in den Straßen von Porto wird begleitet von Konzerten, Tanzaufführungen, Essen und Trinken sowie einem Feuerwerk um Mitternacht. Eine weitere Tradition während des Festivals ist es, sich gegenseitig mit weichen Plastik-Hämmern zu schlagen.


    Besuchen Sie in Porto auch diese Sehenswürdigkeiten:

    • Kathedrale Sé: Sie Kathedrale thront auf einem Hügel über der Altstadt und ist von überall in der Stadt aus zu sehen. Sie selbst bietet einen fantastischen Blick über den Fluss, die Häuser und das andere Ufer.
    • Igreja de São Francisco: Die Kirche besticht durch ihre mit Gold überzogenen barocken Holzschnitzereien sowie den dazugehörigen Katakomben mit den Grabmälern verstorbener Mönche.
    • Bahnhof Porto São Bento: In Porto ist selbst der Bahnhof einen Besuch wert. Seine Innenwände sind mit blauen Kacheln, den typisch portugiesischen Azulejos, verziert. Sie bilden Teile der Geschichte der Stadt und des Landes ab.
    Agueda

    Tipp: Auf Ihrem Weg von Porto aus gen Süden lohnt es sich vor allem im Juli, der Stadt Águeda einen Besuch abzustatten. Denn dann erstrahlt die kleine Stadt in allen Farben des Regenbogens! Und das ist es auch, was Águeda so bekannt gemacht hat: das Umbrella Sky Project, bei dem über 3.000 knallbunte Regenschirme wie durch Zauberhand über der Straße schweben und eine beeindruckende optische Wirkung erzeugen.


    Tag 10: Coimbra (130 km)

    Coimbra


    Heute erreichen Sie Coimbra, eine alte Universitätsstadt, die dieses Bild bis heute zu bewahren weiß. Hier befindet sich Portugals älteste Universität, die zugleich eine der ältesten Universitäten Europas ist. Sie wurde im Jahr 1290 vom portugiesischen König Dom Dinis gegründet und bestimmt bis heute maßgeblich das Leben der Stadt.

    Lange wurde Coimbra als Portugals kulturelles und intellektuelles Zentrum angesehen und inspirierte die Werke angesehener Dichter und Schriftsteller. Die Stadt gilt als zeitloses Reiseziel, in der Sie dem authentischen portugiesischen Leben begegnen. Zwar ist Coimbra geprägt durch steile Gassen, lässt sich aber dennoch am besten zu Fuß erkunden. In die obere Altstadt und hoch zur Universität kommen Sie aber auch bequem mit dem Aufzug.

    Sightseeing Tipp: Zur Universidade de Coimbra gehört die reich verzierte Universitätsbibliothek Joanina, die 1728 fertiggestellt wurde. Sie gilt heute als eine der spektakulärsten Bibliotheken der Welt und ist seit 2013 UNESCO Weltkulturerbe.


    Coimbra Bibliothek

    Universitätsbibliothek

    Coimbra Universität

    Universität Coimbra


    Steigen Sie nach dem Universitätsbesuch die steile Treppe Quebra Costas (wörtlich „Rückenbrecher“) hinab – sie führt Sie hinunter in das historische Zentrum, wo Sie neben Restaurants, Bars und Geschäften auch die Sé Velha (die Alte Kathedrale) und die Kirche mit dem Kloster Santa Cruz finden. Besichtigen Sie aber auch folgende Sehenswürdigkeiten:

    • Mosteiro de Santa Cruz: Das Kloster befindet sich neben dem Rathaus in zentraler Lage. Im Jahr 1131 gebaut, spiegelt es die Architektur des Landes eindrucksvoll wider.
    • Portugal dos Pequenitos: Der Themenpark südlich des Flusses Mondego zeichnet sich durch die Nachbauten typisch portugiesischer Dörfer, Nationaldenkmäler und Gebäude aus.
    • Quinta das Lágrimas: Das Landgut wurde vermutlich im 14. Jahrhundert als Jagdsitz für die königliche Familie errichtet und wird seit 1995 als Luxushotel genutzt. Der Name „Villa der Tränen“ entstammt einer alten Legende, der zufolge der spätere König Dom Pedro sich in eine Hofdame verliebte, die daraufhin von seinem Vater umgebracht wurde.
    Fatima
    Wallfahrtskirche

    Auf dem Weg nach Óbidos lohnt sich vor allem für Gläubige und Spiritualitätssuchende ein Abstecher nach Fátima – einen der namhaftesten Wallfahrtsorte der katholischen Kirche. Gefeiert wird dabei ein Ereignis vom 13. Mai 1917, als drei Hirtenkinder die Jungfrau Maria auf einem Feld erscheinen sahen, die die Kinder dazu aufforderte monatlich wiederzukommen. Heute strömen Pilger aus der ganzen Welt zu den Feiern vom 12. auf den 13. Kalendertag jeden Monats von Mai bis Oktober nach Fátima in die viertgrößte katholische Kirche der Welt.

    Tag 11: Óbidos (135 km)

    Die kleine Stadt Óbidos ist bekannt als eine der malerischsten und am besten erhaltenen Städte Portugals. Sie ist komplett von Stadtmauern eingeschlossen, die Sie aber innerhalb von etwa einer Stunde vollständig begehen können (Achtung: Es gibt einige Stolperstellen und fast keine Sicherheitsgeländer!). Von hier aus erhalten Sie einen wunderbaren Ausblick über die weiß getünchten Häuser und deren Dächer mit ihren terracottafarbenen Ziegeln.

    Óbidos selbst erwartet Sie dann mit diesen Sehenswürdigkeiten:

    • Porta da Vila: Das Haupttor von Óbidos besticht mit den Azulejos, auf denen die Passion Christi dargestellt ist, während die Decke die Dornenkrone zeigt.
    • Rua Direita: Wenn Sie durch die Porta da Vila gehen, gelangen Sie direkt auf die Hauptstraße mit verschiedenen Geschäften, in denen Sie Souvenirs und traditionelle Schätze kaufen können.
    • Aqueducto de Óbidos: Das Aquädukt wurde im 16. Jahrhundert konstruiert, um Wasser in die Stadt zu transportieren. Es ist zwar nicht das größte Aquädukt in Portugal, dafür ist es jedoch noch vollständig intakt.

    Eine Besonderheit der Stadt ist das Castelo de Óbidos aus dem 12. Jahrhundert. Die einstige Burg ist heute ein Luxushotel und eine der 41 Pousadas (= historische Hotels in Portugal) auf dem portugiesischen Festland. Hier – in einem der Sieben Wundern Portugals – könnten Sie auch auf Ihrer Rundreise ab 170 Euro pro Nacht übernachten.

    Kulinarischer Tipp: Ein Besuch der Stadt ist nicht vollständig, wenn Sie den Ginja d'Óbidos nicht probiert haben. Der Kirschlikör wird in der Region produziert und gerne aus einem kleinen Schokoladentässchen getrunken, das Sie anschließend einfach aufessen können.
    Obidos
    Kirschlikör
    Obidos