Schaurig schön: Die 5 gruseligsten Orte in Österreich

Die Nacht bricht früh herein, Straßen liegen im Nebel und die Äste knacken im Wind – die düstere Jahreszeit ist wieder da und lehrt uns das Fürchten. Etwa 60 % aller Österreicher nehmen das zum Anlass, Halloween zu feiern. Doch neben schaurigen Horrorfilmen und leuchtenden Kürbissen hat Österreich noch deutlich mehr Gruselfaktor zu bieten.

Zwischen grausamen Realschauplätzen, verlassenen Friedhöfen und schaurigen dunklen Gassen hat Travelcircus 5 düstere Orte in Österreich ausfindig gemacht, die Besuchern garantiert den Atem stocken lassen.

Das Wichtigste in Kürze:

  • Wien ist mit den meisten Geistersichtungen die Geisterhauptstadt
  • In Kärnten gibt es Hotelzimmer, in denen besser nicht geschlafen werden sollte
  • In Kärnten gibt es Hotelzimmer, in denen besser nicht geschlafen werden sollte
  • Bei Salzburg wurden Hexen und Werwölfe gejagt und hingerichtet
  • In einem österreichischen Schloss fand man einst die eingemauerten Skelette zweier Erwachsener und eines Kindes

Gruselige Orte in Österreich

5 düstere Orte in Österreich: Gruseln von Nord nach Süd

Travelcircus hat sich auf die Suche nach gruseligen Orten in Österreich gemacht, die einem das Blut in den Adern gefrieren lassen. Die 5 schaurigsten Hotspots sind mystisch, geheimnisvoll und vor allem eines: düster! Die 5 düsteren Orte hat Travelcircus auch in einer interaktiven Karte festgehalten. Diese finden Sie hier: http://bit.ly/at-grusel-karte

Nummer 1: Die Blutgasse und die Blutgräfin in Wien

Die berüchtigte Blutgasse ist eine der ältesten und gleichzeitig unheimlichsten Straßen der österreichischen Hauptstadt. Tagsüber wirkt sie wie jede andere romantische Kopfsteinpflastergasse mit vielen schönen Hinterhöfen. Doch sobald die Sonne untergeht, wird die Blutgasse von Geistern heimgesucht.

Das Blut der Tempelritter
Die schaurige Gasse trägt ihren Namen seit einem Vorfall, der sich 1312 ereignet haben soll. Laut Legende wurden hier zahlreiche Tempelritter auf grausamste Art und Weise ermordet. Durch die Gasse floss so viel Blut, dass sie von da an Blutgasse genannt wurde.

Später wurde die Blutgasse außerdem zu einem Weg, den alle zum Tode verurteilten Verbrecher gehen mussten, um zu ihrem Hinrichtungsplatz zu gelangen. Einige der Hingerichteten haben die Blutgasse Gerüchten zufolge nie verlassen und laufen ihren traurigen Todesweg bis in die Ewigkeit.

Elisabeth Báthory: Die größte Serienmörderin aller Zeiten
Auch heute berichten Menschen noch von Begegnungen mit Geistern in der Gasse – sogar am helllichten Tag. Der unheimlichste Geist der Blutgasse ist dabei wohl Lady Báthory, auch Blutgräfin genannt. Die ungarische Gräfin lockte zahlreiche junge Frauen zu sich und folterte sie stundenlang zu Tode. Anschließend soll sie im Blut ihrer Opfer gebadet haben, um ewig jung und schön zu bleiben. Einige hat sie auf ihrer Burg und andere in ihrer Stadtwohnung in Wien, die nur wenige Meter von der Blutgasse entfernt war, getötet.

Insgesamt sind der Blutgräfin 650 Frauen zum Opfer gefallen. Damit gilt sie als die größte Serienmörderin aller Zeiten. Noch heute soll sie ihr Unwesen in der Blutgasse treiben und nach neuen Opfern Ausschau halten.


Nummer 2: Der Friedhof der Namenlosen

Der Friedhof der Namenlosen ist zweifelsohne einer der unheimlichsten Orte Wiens. Im 19. Jahrhundert wurden dort 478 Leichen begraben, denen oftmals kein Name zugeordnet werden konnte. Viele der Toten wurden ans Donauufer gespült und dort auf dem Friedhof vergraben. Die Leichen waren meist so übel zugerichtet, dass es nicht mehr möglich war, sie zu identifizieren. Alle bekamen die Grabinschrift „unbekannt”.

Die Todesursache der Leichen ist ebenfalls nicht bekannt. Ob sie ertranken, ermordet wurden oder Selbstmord begingen, war nicht wichtig. So wurden alle auf dem Friedhof der Namenlosen begraben. Heute ist der Friedhof verlassen und nicht leicht zu finden. Er ist verwuchert und besonders in den Abendstunden ein schauriger Ort, den viele Gruselfans gern besuchen.

Die ruhelosen Geister des Friedhofs
Es wird vermutet, dass einige der Toten an den Friedhof gebunden sind und die Lebenden auf ihren nächtlichen Streifzügen in Form von Nebelgestalten heimsuchen. Auch der ehemalige Hausmeister des Friedhofs soll als Geist noch heute zwischen den Gräbern umherwandern.


Nummer 3: Der Rote Ivan auf Burg Bernstein

Die imposante Burg Bernstein im Burgenland lässt für gewöhnlich große und kleine Ritterherzen höher schlagen. Doch speziell Kindern wird hier in der Nacht das Fürchten gelehrt.

Ein grausamer nächtlicher Beobachter
Heute befindet sich auf der Burg Bernstein ein exklusives Hotel. Es gibt jedoch einen Geist, der so manchem Besucher schlaflose Nächte bereiten soll. So wird erzählt, dass es mehrfach vorgekommen sei, dass Eltern nachts von ihren panisch schreienden Kindern geweckt wurden. Die Kinder seien davon aufgewacht, dass ein furchtbarer Mann neben ihrem Bett gestanden und sie beobachtet habe. Dieser Mann hätte leuchtend rotes Haar und ein wahrlich grausames Lachen.

Der Rote Ivan
Der nächtliche Beobachter ist der Geist des Grafen Ivan von Güssing, auch als der Rote Ivan bekannt. Im 13. Jahrhundert war er ein Raubritter der besonders grausamen Sorte. Er metzelte jeden nieder, der ihm in den Weg kam und machte auch vor Angehörigen des Klerus nicht Halt.


Nummer 4: Schloss Moosham

Die grausamsten Hexenprozesse Österreichs
Zwischen 1675 und 1690 war das Schloss Moosham im Lungau Mittelpunkt der Salzburger Hexenprozesse. Im Schloss wurden nicht nur die Prozesse geführt, es war auch der Ort, an dem die Angeklagten anschließend gefoltert und hingerichtet wurden.

Insgesamt wurden über 1.000 Personen der Hexerei oder der Beteiligung an Hexerei beschuldigt. 156 von ihnen wurden auf Schloss Moosham hingerichtet. Davon waren 39 erst zwischen 10 und 14 Jahren alt. Untypisch war, dass 130 der Ermordeten Männer waren.

Die Hexenprozesse vom Schloss Moosham waren dafür bekannt, besonders grausam gewesen zu sein. Die Angeklagten wurden langsam und qualvoll gefoltert. Erst wenn sie fast tot waren, wurden sie erhängt oder enthauptet. Diejenigen, die nicht starben, mussten trotzdem höllische Qualen erleiden. Ihnen wurden die Hände abgehackt und Brandmale mit einem glühendem Eisen verpasst, sodass jeder wusste, dass sie der Hexerei beschuldigt wurden. Das sollte auch als Warnung für alle anderen Bürger dienen.

Die Folterkammer und der Hexenverbrennungsplatz können heute noch besichtigt werden. Einige Besucher behaupten, besonders in der Folterkammer von Geisterhänden berührt zu werden oder die Opfer um Gnade winseln zu hören.

Die Werwölfe von Schloss Moosham
Doch das Schloss Moosham hat auch eine düstere Vergangenheit mit Werwölfen. Anfang des 19. Jahrhunderts kam es rund um das Schloss vermehrt zu Funden von toten Rindern und Wildtieren. Die Tiere wurden regelrecht verstümmelt. Aus diesem Grund wurde vermutet, dass sie von Werwölfen oder einer wolfartigen Kreatur getötet wurden.

Es wurden Stimmen laut, dass die Schlossbewohner die Werwölfe seien und so wurden sie in den Kerkern des Schlosses gefoltert und hingerichtet. Es gibt allerdings auch Erzählungen, nach denen nicht die Schlossbewohner, sondern die Dorfbewohner die Werwölfe waren. Beim heutigen Wolfsheulen in der Gegend ist nie ganz klar, ob es Werwölfe oder nur Wölfe sind.


Nummer 5: Zimmer 35 im Schlosshotel St. Georgen

Gruselorte Österreich

Urlaub im Schlosshotel – das klingt erstmal traumhaft. Im Schlosshotel St. Georgen in Kärnten sollte man allerdings aufpassen, welches Zimmer man bekommt. In einem Zimmer des Hotels soll es nämlich gewaltig spuken.

Unheimliche Geschehnisse in Zimmer 35
Die Rede ist von Zimmer 35. Ehemalige Hotelgäste berichten, dass es in dem Zimmer nicht mit rechten Dingen zugehen soll. Einige erzählen, sie fühlten sich beobachtet. Andere behaupten sogar, sie hätten gefühlt, als ob etwas bei ihnen auf dem Bett gesessen habe.

Häufig wurden außerdem Geräusche und Stimmen in dem Zimmer gehört oder die Dusche ging wie von Geisterhand einfach an und wieder aus. All diese Gäste sind davon überzeugt, dass ein Geist die Ursache für die unheimlichen Vorkommnisse sein muss.

Der rastlose Geist
Bei dem Geist scheint es sich um den Baron Kulmer zu handeln. Dieser hat zu seinen Lebzeiten sehr gern und vor allem viel getrunken und hatte zahlreiche Liebschaften. Er soll im Schlosshotel sowohl einen eifersüchtigen Ehemann einer seiner Geliebten als auch eines seiner unehelichen Kinder ermordet haben.

Er selbst wurde anscheinend in der Wand des Schlosses eingemauert. Bei Renovierungsarbeiten wurde sein Skelett gemeinsam mit dem Skelett einer Frau und eines Babys im Gemäuer entdeckt. Kurz nach diesem Fund haben auch die paranormalen Aktivitäten in dem Zimmer begonnen.

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