Die Donaumetropole gehört zu den beliebtesten Zielen für Städtereisen in Europa. Barocke Bauwerke, geschichtsträchtige Thermalbäder und gemütliche Kaffeehäuser locken jährlich rund drei Millionen Touristen in das Paris des Osten. Vor allem die vielen historischen Bauten bestimmen das Stadtbild Budapests. Es gibt aber auch andere Attraktionen, Cafés und Stadtteile, die Sie bei einem Besuch der Donaustadt gesehen haben sollten. Wir zeigen Ihnen die Top 10 der bei Touristen beliebtesten Sehenswürdigkeiten in Budapest und präsentieren Ihnen einige Geheimtipps zwischen Pest und Buda.

Platz 1: Das Parlamentsgebäude

Wahrzeichen und beeindruckendes Bauwerk der ungarischen Hauptstadt ist das Parlamentsgebäude, gut sichtbar gelegen am Pester Donauufer. Mit einer Länge von 268 Metern, einer 96 Meter hohen Kuppel und fast 700 Räumen ist es auch eines der größten Gebäude Budapests. Erbaut wurde es zwischen 1884 und 1902 als Symbol des damals aufkommenden Nationalbewusstseins der Ungarn und als Gegenpol zum Königspalast. Der Architekt Steindl übernahm die Konzipierung des Regierungsgebäudes nach Vorbild des britischen Palace of Westminster im neogotischen Stil. Heute besuchen jährlich rund eine halbe Million Besucher das Parlamentsgebäude am zweitlängsten Fluss Europas. Eintritt und die geführten Touren durch das klassizistische Gebäude kosten Besucher etwa 6 Euro.

Platz 2: Fischerbastei

Ein weiteres beeindruckendes Bauwerk ist die Fischerbastei in Budapest. Sie wurde im gleichen Zeitraum wie das Parlamentsgebäude, zwischen 1899 und 1905 erbaut. Von der neoromanischen Anlage haben Sie den besten Blick über die Donau-Stadt; die Gänge, Arkaden und Türme der Fischerbastei selber sind auch einen Besuch wert. Der Name ergibt sich aus der Lage am ehemaligen Fischmarkt und der Fischerzunft, die hier die Befestigungsmauern der Stadt verteidigte.

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Ebenfalls sehenswert, ist die Matthiaskirche in unmittelbarer Nähe, die genau wie die Bastei von Frigyes Schulek erbaut wurde. Unweit der Bauwerke befindet sich auch das 1976 erbaute Hotel Hilton. Entdecken Sie selber unseren Platz 2 der Top Ten Sehenswürdigkeiten Budapest.

Platz 3: Heldenplatz

Geschichtsträchtig ist auch der Heldenplatz im Stadtteil Pest. Die Pläne zur Errichtung des Heldenplatzes entstanden bereits während der Budapester Milleniumsausstellung im Jahr 1896. Knapp 30 Jahre später wurde das Denkmal zu Ehren der ungarischen Helden fertiggestellt. Urlauber finden den Platz im Stadtteil Pest im Osten der Stadt. Mit der Umsetzung des Denkmals wurde der Architekt Albert Schickedanz betraut, der auch die angrenzende Kunsthalle entwarf.

In der Mitte des Platzes befindet sich das 36 Meter hohe Milleniumsdenkmal, das eine fünf Meter große Figur des Erzengels Gabriel trägt. Unweit dieser Sehenswürdigkeit gibt es eine Kolonnade, eine Kunsthalle und das Museum der Bildenden Künste. Direkt hinter unserem Platz 3 der beliebtesten Sehenswürdigkeiten liegt zudem das Stadtwäldchen. Früher Sumpfgebiet ist das Stadtwäldchen heute einer der meistbesuchten Parks der Stadt.

Platz 4: Burgpalast

Im Budapester Burgviertel befinden sich gleich mehrere sehenswerte Attraktionen. Auch unser Platz 2, die historische Fischerbastei reiht sich ein in die Sehenswürdigkeiten im Burgviertel. Herzstück des Viertels am Donauufer ist aber der Burgpalast. Er überragt die Stadt als höchstgelegenes Gebäude – und als ihr größtes Bauwerk.

Der prunkvolle Palast diente den ungarischen Königen als Residenz. Heute wird er als Ausstellungsfläche für Museen und repräsentative Anlässe der ungarischen Regierung genutzt. Hier befindet sich auch die Ungarische Nationalgalerie mit umfangreichen Sammlungen ungarischer Werke. Rund um den Palast gibt es zudem zahlreiche Statuen, Türme und die Habsburger Treppe.

Platz 5: Burgviertel

Neben dem alles überragenden Burgpalast gibt es weitere sehenswerte Attraktionen im Budapester Burgviertel. Dazu gehören das Wiener Tor, eines der vielen Überbleibsel der Donaumonarchie, der Dreifaltigkeitsplatz sowie die Herrengasse. In der Mitte des Platzes befindet sich die Dreifaltigkeitssäule, die an die Pestepidemie im Jahr 1691 erinnern soll. Vom Dreifaltigskeitsplatz bis zum Ehrenplatz führt die Gasse des Schatzmeisters. Die Fassaden der Häuser entlang der Gasse erinnern noch heute an die damalige Nutzung als Handelsstraße. Am Andreas-Hess-Platz lebte der ehemalige Buchdrucker, hier im Haus Nr. 4 entstand auch das erste gedruckte Buch Ungarns. Entdecken Sie selber das abwechslungsreiche Burgviertel, unseren Platz 5 der Top 10 Sehenswürdigkeiten Budapest.

Platz 6: Die Donau

Allgegenwärtig in Budapest ist die Donau. Der zweitgrößte Fluss Europas teilt die Stadt in zwei Teile, Buda und Pest. Erst 1873 wurden die Teile offiziell zusammengelegt und das heutige Budapest gegründet. Entlang des blauen Flusses spazieren gehen, die Stadt vom Wasser aus während einer Schifffahrt erkunden oder einfach den Blick auf die Donau von einer der vielen Brücken genießen.

Die Donau verleiht Budapest einen besonderen Charme. Ein Erlebnis ist auch die Übernachtung in einem der vielen Schiffshotels auf dem Fluss. Entlang des Donauufers gibt es viele Sehenswürdigkeiten und Ausflugsmöglichkeiten, wie der Burgpalast oder das Parlamentsgebäude. Oder Sie genießen einfach den Blick auf unseren Platz 6 in der Top 10 Liste der beliebtesten Budapester Sehenswürdigkeiten.

Geheimtipps: Budapest ist bei älteren Urlaubern für die Kulturlandschaft, bei Jungen für das lebendige Nachtleben beliebt. Gegensätzlich ist auch das Stadtbild, in dem sich Bauwerke aus der Kaiserzeit mit Bauten des sozialistischen Ungarn vermischen. Wer die Stadt überblicken, den Besucherstrom auf der Burg aber umgehen will, für den ist der Elisabeth-Turm empfehlenswert, der zu Ehren der österreichischen Kaiserin Sissi errichtet wurde.

Oder Sie nutzen Ihren Kurzurlaub für Erholung in einem der vielen Thermalbäder der Stadt. Bei Touristen beliebt, ist das Széchenyi-Bad – und dementsprechend überfüllt. Weniger voll ist das Gellért Bad mit Thermalbecken und großem Wellnessbereich.

Platz 7: St.-Stephans-Basilika

Kirchen gibt es viele in der ungarischen Hauptstadt. Aber keine ist so schön und opulent wie die St.-Stephans-Basilika im Stadtteil Pest. Seit ihrer Einweihung in 1905 gehört sie zu den gefragtesten Sehenswürdigkeiten in Budapest. Mit Platz im Innenraum für bis zu 8.500 Menschen und einer 96 Meter hohen Kuppel ist sie außerdem die größte Kirche in Budapest und gehört seit 1987 zum UNESCO-Welterbe.

Beeindruckend ist vor allem der Innenbereich der Kirche mit der mosaikbedeckten Kuppel. Unweit der Kirche befindet sich eine weitere Budapester Sehenswürdigkeit, die Kettenbrücke.

Platz 8: Kettenbrücke

Zum Stadtbild Budapests gehören außerdem die vielen Brücken, die die Donau überspannen. Die wohl bekannteste der neun Budapester Brücken und beliebte Touristenattraktionen ist die Kettenbrücke. Sie wurde bereits zwischen 1839 und 1849 erbaut und ist damit auch die älteste Brücke der Stadt. Sie ist 375 Meter lang und hat ein Gewicht von etwa 2.000 Tonnen.

Als Wahrzeichen Budapests wurde sie bereits auf mehreren Briefmarken und Münzen verewigt und ist Nationalsymbol. Während des Zweiten Weltkriegs zerstört, wurde sie 1949 wiedereröffnet. Seit 1957 erstrahlt sie nachts außerdem in atmosphärischem Licht.

Platz 9: Matthiaskirche

Nicht die größte, aber die bekannteste Budapester Kirche ist die Matthiaskirche. Sie befindet sich, wie viele andere Sehenswürdigkeiten auch, im Burgviertel auf der Budaer Seite der Stadt. In den vergangenen Jahrhunderten fanden hier zahlreiche Krönungen statt, unter anderem die von Karl IV, weshalb sie auch Krönungskirche genannt wird.

Ihr offizieller Name ist Liebfrauenkirche. Innerhalb der Kirche gibt es einige sehenswerte Verzierungen, Kapellen sowie eine neogotische Kanzel. Auch die Orgelempore und die Fenster der Kirche beeindrucken Besucher aus aller Welt. In der Matthiaskirche befindet sich zudem ein Museum mit dem königlichen Oratorium. Entdecken Sie unseren Platz 9 der beliebtesten Sehenswürdigkeiten in Budapest bei einem Rundgang im berühmten Budapester Burgviertel.

Platz 10: Schuhe am Donauufer

Am Ufer der Donau finden Sie ein trauriges Mahnmal, die Schuhe am Donauufer. In Erinnerung an die Pogrome an jüdischen Ungarn, die unter anderem am Donauufer erschossen wurden, wurden hier 60 Paar Schuhe aus Metall angebracht. Das Mahnmal wurde absichtlich unauffällig gestaltet und verrät nicht auf den ersten Blick für was es steht. Gleichzeitig erinnert es auch an die Rettungsaktionen anderer Juden. Auf jeden Fall ein Muss für jeden Budapest-Besucher.

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