Grüner reisen: 21 Top-Sehenswürdigkeiten, die einen Zwilling in Deutschland haben

Golden Gate Bridge, Eiffelturm, norwegische Fjorde – wunderbare Sehenswürdigkeiten warten überall auf der Welt. Doch Flüge dorthin sind nicht nur teuer, sondern schaden auch unserer Umwelt: Allein bei einem Flug von München nach New York City werden 1.826 kg CO2 freigesetzt. Wer trotzdem zu bekannten Sehenswürdigkeiten reisen möchte, wird auch in Deutschland fündig.

Travelcircus hat ganze 21 Sehenswürdigkeiten in Deutschland ausfindig gemacht, die weltbekannten Attraktionen zum Verwechseln ähnlich sehen. Und nicht nur das: Wer lieber in Deutschland bleibt, spart dabei auch noch mehrere Tonnen CO2!

Das Wichtigste in Kürze:

  • Das Angebot ist vielfältig: Von einer Hängebrücke über massive Gebirge bis hin zum Eiffelturm-Zwilling ist alles dabei!
  • Wer sich mit den deutschen Doppelgängern begnügt, spart über 36.000 kg CO2
  • Wüsten gibt es nicht nur in Afrika, sondern auch in Brandenburg
  • Die deutsche Golden Gate Bridge erstreckt sich über den Rhein
  • Norwegische Fjorde prägen auch in Bayern das Landschaftsbild
  • Hobbit-Fans finden in Sachsen-Anhalt eine ganz besondere Attraktion
  • Eiffelturm war gestern, auch in Berlin kann man hoch hinaus!
Touristische Zwillinge im Überblick

21 touristische Zwillinge und der CO2-Verbrauch im Überblick:

SehenswürdigkeitCO2-Verbrauch
für einen Flug ab
Frankfurt a. M. zum…
CO2-Verbrauch
für eine Zugfahrt ab
Frankfurt a. M. zum…
CO2-Ersparnis
Arc de Triomphe
in München
Arc de Triomphe,
Paris: 134 kg
Siegestor
München: 11,5 kg
122,5 kg
Sahara
in Rheinland-Pfalz
Sahara,
Afrika: 928 kg
Lieberoser Wüste,
Brandenburg: 20,5 kg
907,5 kg
Petersdom
in Potsdam
Petersdom,
Vatikan: 299 kg
St. Nikolai,
Potsdam: 16 kg
283 kg
Colorado River Horseshoe
im Saarland
Colorado River Horseshoe,
USA:2.892 kg
Saarschleife,
Saarland: 10,4 kg
2.881,6 kg
Die kleine Meerjungfrau
auf Rügen
Die kleine Meerjungfrau,
Kopenhagen: 209 kg
Kaysa,
Rügen: 32,3 kg
176,7 kg
Versailles
in Bayern
Versailles,
Paris: 134 kg
Schloss Herrenchiemsee,
Bayern: 11,5 kg
122,5 kg
Hobbiton
in Sachsen-Anhalt
Hobbiton,
Neuseeland: 6.788 kg
Höhlenwohnungen,
Sachsen-Anhalt: 16,4 kg
6.771,6 kg
Grand Central Station
in Leipzig
Grand Central Station,
New York City: 1.826 kg
Hauptbahnhof Leipzig,
Sachsen: 9,3 kg
1.816,7 kg
Das Disneyschloss
in Bayern
Disneyschloss,
Florida: 2.359 kg
Schloss Neuschwanstein,
Bayern: 11,5 kg
2.347,5 kg
Capilano Suspension Bridge
in Rheinland-Pfalz
Capilano Suspension Bridge,
Kanada:2.399 kg
Geierlay,
Rheinland-Pfalz: 2,2 kg
2.396,8 kg
Eiffelturm
in Berlin
Eiffelturm,
Paris: 134 kg
Funkturm,
Berlin: 14,6 kg
119,4 kg
Der Geirangerfjord
in Bayern
Geirangerfjord,
Norwegen: 398 kg
Königssee,
Bayern: 11,5 kg
386,5 kg
Akropolis
in NRW
Akropolis,
Athen: 424 kg
Hafentempel Xanten,
Nordrhein-Westfalen: 8,8 kg
415,2 kg
Golden Gate Bridge
in Emmerich
Golden Gate Bridge,
San Francisco: 2.824 kg
Rheinbrücke Emmerich,
Nordrhein-Westfalen: 8,8 kg
2.815,2 kg
Le Mont Saint Michel
in Rheinland-Pfalz
Le Mont Saint Michel,
Frankreich: 245 kg
Burg Hohenzollern,
Baden-Württemberg: 3,1 kg
241,9 kg
Lincoln Memorial
in Bayern
Lincoln Memorial,
Washington D.C.:1.928 kg
Walhalla,
Bayern: 11,5 kg
1.916,5 kg
Zhangjiajie Nationalpark
in Sachsen
Zhangjiajie Nationalpark,
China: 2.682 kg
Elbsandsteingebirge,
Sachsen: 14,4 kg
2.667,6 kg
Béziers
in Baden-Württemberg
Béziers,
Frankreich:263 kg
Heidelberg,
Baden-Württemberg: 3,1 kg
259,9 kg
Lake Taupo
in Baden-Württemberg
Lake Taupo,
Neuseeland: 6.856 kg
Bodensee,
Baden-Württemberg: 17,6 kg
6.838,4‬ kg
Steinerne Monumente
in Rheinland-Pfalz
White Desert Nationalpark,
Ägypten: 928 kg
Teufelstisch,
Rheinland-Pfalz: 2,2 kg
925,8 kg
Die Statue of Liberty
in NRW
Statue of Liberty,
New York City: 1.826 kg
Hermannsdenkmal,
Nordrhein-Westfalen:14,6 kg
1.811,4 kg
Gesamt:
36.224,2 kg

Arc de Triomphe in München (CO2-Ersparnis: 134 kg)

Sehenswürdigkeit mit Napoleon-Komplex

Sie gehört zu den schönsten Straßen der Welt: Die Champs-Élysées. Hier finden Sie nicht nur zahlreiche Luxusläden und Souvenirshops, sondern auch eines von Frankreichs absoluten Highlights – den berühmten Triumphbogen.

Zwischen 1806 und 1836 errichtet, wurde der Arc de Triomphe einst von Kaiser Napoleon zur Verherrlichung seiner Siege in Auftrag gegeben und unter Regierung des “Bürgerkönigs” Louis-Philippe am 29. Juli 1836 feierlich eingeweiht. Heute ist der 49,54 m hohe Bogen eines der beliebtesten Fotomotive in Paris.

Der kleine Zwillingsbruder am Ende der Ludwigstraße

Doch Sie müssen für den Triumphbogen nicht extra nach Paris reisen, schließlich finden Sie dessen touristischen Zwilling quasi direkt vor der Tür. Das Siegestor in München ragt zwar “nur” 24 m in die Höhe, bietet aber ein ebenso gutes Fotomotiv wie sein großer Bruder.

Das Siegestor wurde etwas später zwischen 1843 und 1850 errichtet und bildet die Grenze zwischen den Münchner Stadtvierteln Maxvorstadt und Schwabing. Wie der Triumphbogen steht auch das Siegestor am Ende einer Prachtstraße – in diesem Fall der Ludwigstraße.

Hätten Sie es gewusst? Eigentlich sind es sogar touristische Drillinge: Denn fast noch mehr Ähnlichkeit hat das Siegestor in München mit dem weniger bekannten Arc de Triomphe du Carrousel, welcher auch in Paris zu finden ist.

Die Sahara in Brandenburg (CO2-Ersparnis: 907,5 kg)

Ganz schön warm hier

Nur richtige Wüstenmäuse trauen sich in diese sandigen Gefilde mitten in Afrika. Über ganze 9 Millionen km² und zehn Länder erstreckt sich die mächtige Sahara und ist damit die größte Trockenwüste der Welt. Und dort kommt man ganz schön ins Schwitzen! Tagsüber erreicht die Luft Temperaturen von bis zu 60°C. Nachts hingegen sinken die Temperaturen auf -10°C.

So ein Zuhause wünscht sich kaum jemand, doch Tierarten wie Skorpione, Antilopen und Hyänen haben es sich in der Sahara gemütlich gemacht und sind perfekt an die Temperaturen angepasst.

Wüstensand in Brandenburg

Für jeden, der nicht bis nach Afrika reisen will, gibt es eine gute Nachricht: Auch Deutschland hat eine Wüste und die kommt der Sahara sehr nahe! Die Lieberoser Wüste liegt nur knapp 100 Kilometer von Berlin entfernt und ist mindestens genauso sehenswert wie ihr afrikanischer Zwilling. Zwar ist die Wüste mit 5 km² ganze 1,8 Millionen mal kleiner als die Sahara, ist aber immerhin die größte Wüste Deutschlands.

Entstanden ist die Wüste durch einen Großbrand 1942. Die abgebrannte Fläche wurde anschließend als Truppenübungsplatz für die sowjetische Armee genutzt. Heute ist die kleine Schwester der Sahara Teil des Naturschutzgebietes Lieberoser Endmoräne.


Petersdom in Potsdam (CO2-Ersparnis: 283 kg)

Der heiligste Ort Italiens

Der Petersdom in Rom, genauer gesagt im Vatikan, zählt täglich bis zu 20.000 Besucher – kein Wunder, wurde die Basilika doch vermutlich über dem Grab des Heiligen Petrus erbaut.

Mit einer Gesamtbauzeit von 120 Jahren vereint der Petersdom die Stilepochen Renaissance, Manierismus und Barock. Unter der Bauleitung Michelangelos entstand schließlich die grüne Kuppel, die mit einer Höhe von 43 m und einem Durchmesser von 42 m schon von weitem über dem Vatikan erstrahlt. Ganze 551 Stufen müssen Sie erst erklimmen, bevor es dort oben endlich heißt: Aussicht genießen!

St. Nikolai: Die evangelische Hauptkirche von Potsdam

Doch warum bis nach Italien reisen, wenn auch in Potsdam eine heilige Kirche wartet? Direkt am Alten Markt gegenüber dem Landtagsgebäude gelegen, hat sich die Kirche St. Nikolai als unentbehrlicher Bestandteil der Potsdamer Skyline etabliert. Ähnlich wie der Petersdom trägt die grüne Kuppel ein vergoldetes Kreuz, das eine Weltkugel überragt. Nach den Plänen von Karl-Friedrich Schinkel wurde die Kirche um 1850 erbaut.

Seit 2010 dürfen Gäste – wie auch im Petersdom – den Blick über die idyllische Umgebung Potsdams von einer Aussichtsplattform genießen. Mit 190.000 Besuchern pro Jahr ist die St. Nikolai Kirche jedoch nicht ganz so überlaufen wie der Petersdom und damit die perfekte Alternative für einen Ausflug!

Schon gewusst? Von 10 bis 19 Uhr brennt in der Kirche St. Nikolai eine Kerze, die Christus als Licht der Welt repräsentieren soll.

Colorado River Horseshoe im Saarland (CO2-Ersparnis: 2.881,6 kg)

Wenn Wassermassen sich ihren Weg bahnen

Mächtig und elegant durchfließt der Colorado River die hufeisenförmige Flussschlinge im US-Bundesstaat Arizona, genannt Colorado River Horseshoe. Als größter Fluss im Südwesten Nordamerikas bahnten sich die Wassermassen des Colorado River bereits ihren Weg durch den etwa 100 Meilen entfernten Grand Canyon.

Um den Horseshoe in seiner Ganzheit zu betrachten, können Besucher nach einem Fußweg von nur einem Kilometer eine Aussichtsplattform erreichen. Doch Achtung! Es ist keine Absperrung vorhanden – die steilen Felswände führen 300 m in die Tiefe.

Der grüne Zwilling in Deutschland

Blicken Besucher auf die Saarschleife hinunter, wirkt es fast, als würden sie sich in einem grün bewachsenen, idyllischen Arizona befinden – aber nein, für diese Aussicht muss man nicht erst 9.000 km fliegen. Denn diesen Ausblick gibt es tatsächlich im Saarland! Als Durchbruchstal zieht sich die Saar durch den Taunusquarzit und wird am Ufer durch Felswände begrenzt.

Tipp: Wer die Saarschleife besucht, sollte sich dort auch den Baumwipfelpfad nicht entgehen lassen. Knapp 1.250 m windet er sich entlang der Saarschleife und erreicht dabei Höhen von ca. 23 m. Highlight des Baumwipfelpfades ist der Aussichtsturm, dessen 42 m hohe Plattform den Blick auf die Saarschleife, den Nationalpark Saar-Hunsrück und teils sogar auf das französische Vogesen-Gebirge freigibt.

Die kleine Meerjungfrau auf Rügen (CO2-Ersparnis: 176,7 kg)

In Gedenken an Hans Christian Andersen

An der Hafenpromenade von Kopenhagen hat es sich ein ganz besonderes Kunstwerk gemütlich gemacht: Anmutig ziert “Die kleine Meerjungfrau” einen Findling im Øresund. Nach Vorbild des gleichnamigen Märchens von Hans Christian Andersen gilt die 1,25 m große Bronzefigur als Nationalsymbol.

Nachdem das Märchen auch als Ballett am Königlichen Theater aufgeführt wurde, nahm Künstler Edvard Eriksen die dänische Hauptdarstellerin Ellen Price als Vorbild für die Gesichtszüge der kleinen Meerjungfrau. Zur Gestaltung des Körpers stand hingegen seine Frau Model.

Unfassbar: Trotz ihrer Beliebtheit musste “Die kleine Meerjungfrau” von Kopenhagen schon mehrere Attentate über sich ergehen lassen. So wurde ihr bereits zweimal der Kopf abgeschlagen.

Das vereiste Mädchen von Rügen

Gerade einmal 160 km Luftlinie entfernt, schmückt die Zwillingsschwester der kleinen Meerjungfrau die Küste vor dem Ostseebad Sellin (Rügen). Ebenfalls aus Bronze gefertigt, zeigt die sogenannte Kaysa Statue jedoch eine ganz andere Szene: Ein stehendes Mädchen trocknet sich die Haare mit einem Handtuch.

Auch wenn der Statue vor Rügen kein Märchen zugrunde liegt, ist sie nicht weniger beeindruckend! Besonders im Winter ist sie einen Besuch wert, denn dann vereisen die Wellen an ihrem Bronzekörper und verwandeln die Statue in eine wunderbare Eisskulptur. Das Foto zeigt Künstler Thomas Jastram und sein Model bei der Einweihung der Statue 2014 (Foto: Steffi Besch).


Versailles in Bayern (CO2-Ersparnis: 122,5 kg)

Reichtum vs. Revolution

Anfang bis Mitte des 17. Jahrhunderts diente es als Jagdschloss von Ludwig XIII., bis es sich unter seinem Sohn Ludwig XIV. in ein Symbol der Monarchie verwandelte – das Schloss Versailles in Frankreich. Auf einer Fläche von 51.000 km² vereint es prunkvoll Elemente aus Hoch- und Spätbarock.

Allein die Frontfassade ist rund 700 Meter lang – ganz zu schweigen vom angrenzenden Park, der unfassbare 800 ha zählt. Genug Platz also, um die rund 5.000 Menschen unterzubringen, die bis zur Blütezeit gleichzeitig im Schloss lebten.

Mit der französischen Revolution wendete sich das Blatt jedoch: Aufstände zwangen den Adel zur Rückkehr nach Paris. Dennoch hat Versailles nicht an Bedeutung verloren, schließlich wurde hier der Friedensvertrag unterzeichnet, der den 1. Weltkrieg beendete.

Von Ludwig für Ludwig

Mitten auf der größten Insel des Chiemsees gelegen, zeugt das Schloss Herrenchiemsee in Bayern von unschätzbarer Verehrung der französischen Monarchie. Unter Ludwig II. wurde das bayerische Domizil nach Vorbild von Versailles errichtet – aus Hochachtung gegenüber Ludwig XIV.

Die Bauarbeiten am Schloss Herrenchiemsee endeten mit dem Tod des bayerischen Königs. Es wurde nie fertiggestellt, stattdessen wurden einige Bauelemente wieder abgetragen. Heute dienen die Räumlichkeiten als Museum über das Leben von König Ludwig II.


Hobbiton in Sachsen-Anhalt (CO2-Ersparnis: 6.771,6 kg)

Jährlich strömen unzählige Herr der Ringe Fans nach Neuseeland, um die Drehorte der beliebten Trilogie von J.R.R. Tolkien mit eigenen Augen zu sehen. Nach den Dreharbeiten entschied man sich dazu, das Set schlichtweg stehen zu lassen und Filmliebhabern ein Andenken zu schaffen. Seither kümmern sich Gärtner um den Erhalt vom “Auenland”. Insgesamt 44 Hobbithäuser verteilen sich auf dem Farmgelände nahe Hamilton und entzücken durch bunte Elemente und liebevolle Details.

Das Leben der Höhlenmenschen

Dass man für einen Besuch der Heimat von Frodo, Samweis und Co. nicht gleich um die halbe Welt fliegen muss, beweisen die Höhlenwohnungen in Sachsen-Anhalt. Im Harz, genauer in Halberstadt, laden zwölf Höhlenhäuschen zu einer Reise nach Mittelerde ein.

Bereits Ende des 18. Jahrhunderts entstand hier die erste Höhlenwohnung. Die anderen folgten knapp 70 Jahre später aufgrund des Wohnungsmangels in Halberstadt. Anders als in Hobbiton wurden die Höhlenwohnungen also tatsächlich bewohnt – nur nicht von Hobbits. 1916 zog jedoch die letzte Familie aus ihrem steinernen Häuschen aus. Seit 1990 können Besucher das Leben der Höhlenbewohner nachempfinden und die ehemaligen Wohnungen besichtigen.


Grand Central Station in Leipzig (CO2-Ersparnis: 1.816,7 kg)

Prunkvoller Filmschauplatz

In Filmen wie The Avengers, Armageddon und I am Legend diente sie als Schauplatz, jährlich zieht sie Unmengen an Besuchern in ihren Bann – klar, die Rede ist von der Grand Central Station in Manhattan, New York. Korrekt heißt der gigantische Bahnhof übrigens “Grand Central Terminal”. Da sich früher an der gleichen Stelle jedoch ein älterer Bahnhof namens “Grand Central Station” befand, der vom neu gebauten Terminal ersetzt wurde, nennen ihn viele Menschen noch heute so.

1913 eingeweiht, gilt Grand Central mit 67 Gleisen und 44 Bahnsteigen noch immer als der weltweit größte Bahnhof. Besonderes Highlight ist die prunkvolle Haupthalle mit ihren riesigen Fenstern und dem geschwungenen Dach. Auch, wer einen Blick nach oben wagt, wird belohnt – die Deckenbemalung zeigt ein Sternbild, das innerhalb von 12 Jahren aufwändig restauriert wurde. Nice to know: Die damaligen Künstler malten es falsch herum.

Tatort: Leipzig


Mit 83.640 m² Raum macht der touristische Zwilling in Leipzig seinem Bruder in New York zumindest etwas Konkurrenz – für die man keine 6.000 km fliegen muss. So gilt der Leipziger Hauptbahnhof flächenmäßig als größter Kopfbahnhof Europas. Auf 21 Bahnsteiggleisen warten täglich bis zu 120.000 Reisende auf ihre Züge.

Und auch filmtechnisch kann der Hauptbahnhof in Leipzig mit der Grand Central Station etwas mithalten: So dient er des Öfteren als Schauplatz der Kriminalserie Soko Leipzig, dem Leipziger Tatort sowie dem Filmklassiker “Das fliegende Klassenzimmer” (2003).


Das Disneyschloss in Bayern (CO2-Ersparnis: 2.347,5 kg)

Cinderellas Märchenschloss

Disney-Fans aufgepasst! Ein gigantisches Highlight für jeden Märchen-Liebhaber findet sich nahe Orlando in Florida. Genauer gesagt im Walt Disney World Resort, wo das berühmte Cinderella Schloss nicht nur eine Augenweide, sondern auch das Symbol der Disney Company ist.

Ganze 56 m ragt das Schloss empor und beeindruckt mit seinen 27 Türmen und einem typisch märchenhaften Antlitz. Besonders interessant: Gestaltet wurde das Schloss nach den Vorbildern verschiedenster europäischer Schlösser – allen voran Schloss Neuschwanstein.

Ein Hauch von Disney in Bayern

Warum also bis nach Orlando reisen, wenn in Bayern das Vorbild des Disneyschlosses wartet? Mit dem berühmten Schloss Neuschwanstein erwartet Besucher damit schließlich auch eine weltbekannte Sehenswürdigkeit. Gelegen in Hohenschwangau, wurde das Schloss 1869 als idealisierte Ritterburg für König Ludwig II erbaut. Dieser verstarb jedoch noch vor der Vollendung des Baus. Heute zieht das berühmte Schloss jedes Jahr knapp 1,5 Millionen Menschen an.

Hätten Sie es gewusst? Das Disneyschloss im Walt Disney World Resort galt als das höchste Schloss der Disney-Themenparks – bis am 16.6.2016 der Shanghai Disneyland Park eröffnet wurde. Dort ist das Schloss sogar 60 m hoch.

Capilano Suspension Bridge in Rheinland-Pfalz (CO2-Ersparnis: 2.396,8 kg)

In der Wildnis von Vancouver

Auf in die weite Wildnis von Kanada! Die freischwingende Seilbrücke Capilano Suspension Bridge macht es möglich, die Wälder von North Vancouver zu entdecken. Ganze 136 m lang, überspannt sie den Capilano River in 70 Metern Höhe. Die Seilbrücke wurde bereits Ende des 19. Jahrhunderts errichtet und diente als Schauplatz für Serien wie MacGyver, Sliders und The Crow.

Der große Zwilling in Rheinland-Pfalz

Im Herzen des Hunsrück sorgt die sogenannte Geierlay für Nervenkitzel und Adrenalinschübe. Mit einer Länge von 360 Metern ist die Brücke mehr als doppelt so lang wie ihr kanadischer Zwilling – ein Grund mehr, eher in Deutschland zu bleiben. In schwindelerregender Höhe von 100 m überragt die Geierlay-Brücke das Mörsdorfer Bachtal und verbindet damit die Ortsgemeinden Mörsdorf und Sosberg.

Im Oktober 2015 wurde die Geierlay in Rekordzeit fertiggestellt; denn Baubeginn der Hängeseilbrücke war erst im Mai 2015. In den letzten drei Jahren zählte sie insgesamt 750.000 Besucher.

Musikalisches Highlight: Um die Geierlay zu überqueren, erfordert es bei der Höhe und Länge schon einiges an Mut. Da wundert es wenig, dass der DSDS-Kandidat Joey Heindle für das Video seines neuen Hits “Courage” auf der Hängebrücke performte.

Eiffelturm in Berlin (CO2-Ersparnis: 119,4 kg)

Radio-Revolutionär & kulinarischer Höhepunkt Frankreichs

Als höchstes Gebäude von Paris prägt der Eiffelturm die Skyline der Seine-Metropole seit Jahrzehnten. Ursprünglich 1887 bis 1889 zum 100. Jahrestag der Französischen Revolution erbaut, leistete der Turm 1921 als Sendezentrum des ersten öffentlichen Radioprogramms in Europa einen essentiellen Beitrag für die Geschichte des Rundfunks.

Noch heute gilt der Eiffelturm als eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten der Welt. Benannt nach seinem Erbauer Gustave Eiffel, greift das Pariser Wahrzeichen mit einer Höhe von 324 m beinahe nach den Sternen. Doch auch Besucher sind dem Himmelszelt durch drei verschiedene Aussichtsplattformen ein Stück näher. Von der 57 m oder der 276 m hohen Plattform dürfen Touristen den Blick über Paris genießen, während auf 115 m im wahrsten Sinne des Wortes kulinarische “Hoch”-Genüsse warten: Das Turmrestaurant Le Jules Verne trägt einen Michelin-Stern.

Von Hauptstadt zu Hauptstadt

Es muss nicht direkt in die Stadt der Liebe gehen, um die Aussicht von einem Stahlturm zu genießen. Zwar ist der Berliner Funkturm nur 146 m hoch, aber trotzdem eines der bedeutendsten Wahrzeichen der deutschen Hauptstadt. Bereits 1926 wurde er zur Deutschen Funkausstellung Berlin eröffnet – und ist damit sogar älter als der Fernsehturm.

Ähnlich wie sein französischer Zwilling überzeugt der Funkturm durch ein Turmrestaurant auf 50 m Höhe sowie eine Aussichtsplattform an der Spitze. Zudem prägte er mit der Ausstrahlung des weltweit ersten Fernsehprogramms 1935 ebenso den Fortschritt des Rundfunks wie der Eiffelturm.


Der Geirangerfjord in Bayern (CO2-Ersparnis: 386,5 kg)

Nordisches Naturhighlight

Herzlich willkommen an einem der bekanntesten Fjorde Norwegens. 200 km östlich von Bergen gelegen, ist der Geirangerfjord ein eindrucksvolles Highlight für Touristen aus aller Welt.

Einst aus einem schmelzenden Gletscher entstanden, der tiefe Trogtäler mit Gletscherwasser formte, ist es kein Wunder, dass der Fjord seit 2005 Teil des UNESCO-Weltnaturerbes ist. Ganze 15 km ist der Fjord lang und beherbergt am Ende den gleichnamigen Ort, der ein beliebtes Ziel auf einer Reise über die Hurtigruten darstellt.

Sagenumwobener See in Bayern

Wer fjordartige Gewässer direkt um die Ecke sucht, wird im bayerischen Landkreis Berchtesgaden fündig. Am Fuße des Watzmanns erstreckt sich über eine Fläche von mehr als 5 km² der Königssee. Dieser ähnelt, aufgrund seiner Lage zwischen riesigen Berghängen, stark seinem norwegischen Zwilling. Darüber hinaus gilt der Königssee als eines der sagenumwobensten Gewässer überhaupt.

Dort soll einst ein junger Jäger gesessen haben, der so arm war, dass ihm die Hochzeit mit seiner Liebsten nicht möglich war. Darauf erschien ihm die Schwanenjungfrau Swanhilde, die ihn zu einem riesigen Schatz, den Salzlagern im Gebirge, führte. Der Jäger wurde Bergmann und heiratete seine Liebste.

Hätten Sie es gewusst? Aufgrund der hohen Wasserqualität des Königssees gilt dieser als eines der saubersten Gewässer in Deutschland.

Akropolis in Nordrhein-Westfalen (CO2-Ersparnis: 415,2 kg)

Säulen für die Götter

Erhaben auf einem Hügel Athens gelegen, den Göttern nahe, befindet sich die Akropolis Athen. Seit 1986 ist sie Teil des UNESCO-Weltkulturerbes. Säulen und Statuen schmücken die Burganlage und lassen Besucher noch heute in die griechische Antike abtauchen. Den größten Teil der Anlage nimmt jedoch das sogenannte Parthenon ein. Der Tempel ist der griechischen Göttin Pallas Athene gewidmet – kein Wunder, immerhin ist sie die Schutzpatronin Athens.

Aha! Akropolis bedeutet übersetzt so viel wie Oberstadt oder Burgberg und beschreibt erhöhte Burg- und Wehranlagen. Die bekannteste unter ihnen ist aber natürlich die Akropolis in Athen.

Ein Stück antike Kunst in NRW

Stand der Hafentempel vor Jahrhunderten kunterbunt und leuchtend am Horizont von Xanten, wurde er in den letzten Jahrzehnten etwas schlichter rekonstruiert. So steht der Hafentempel heute als weiß-graue Schönheit in Nordrhein-Westfalen – zum Glück, denn umso ähnlicher sieht der Tempel der Akropolis in Athen.

1978 wurden die Fundamentplatte und Bestandteile des ehemaligen Tempels freigelegt und ausgegraben, was den Grundstein für die Rekonstruktionsarbeiten legte. Die südliche Ecke des Hafentempels wurde nahezu vollständig errichtet, während die anderen Säulen nur angedeutet sind. Dennoch ermöglicht das Bauwerk eine ungefähre Vorstellung von der Erhabenheit des Xantener Tempels. Mit 144 m² ist er zwar wesentlich kleiner als der Zwilling in Athen, bietet jedoch eine perfekte Alternative für die griechische Tempelanlage.


Golden Gate Bridge in Emmerich (CO2-Ersparnis: 2.815,2 kg)

Der rote Riese

Die Golden Gate Bridge gehört zu San Francisco wie wohl kaum eine andere Sehenswürdigkeit. Mit 1.280 m Hauptstützweite und einer Gesamtlänge von 2.737 m ist sie eine der längsten Hängebrücken der Welt. 1937 eröffnet, verbindet sie San Francisco mit Marin County und überquert dabei die Meerenge, die ihr ihren Namen verlieh: Das sogenannte Golden Gate, das den Pazifik mit der Bucht von San Francisco vereint.

Nice to know: Besonders berühmt ist die Golden Gate Bridge für ihre rote Farbe. Einst sollte sie grau oder schwarz gestrichen werden, aber die Farbe des zuvor aufgetragenen Rostschutzmittels gefiel den Bewohnern so gut, dass es dabei blieb.

“If you’re going to…” Nordrhein-Westfalen

Mit einer Gesamtlänge von 803 m und einer Stützweite von 500 m ist die Rheinbrücke Emmerich nicht nur die nördlichste, sondern auch die längste Hängebrücke Deutschlands.

Sie überführt den Rhein und verbindet die Hansestadt Emmerich mit der Stadt Kleve. Seit 1965 ziert die Rheinbrücke die Landschaft von Nordrhein-Westfalen. Sowohl Form als auch Farbe ähneln dem kalifornischen Zwilling so stark, dass die Hängebrücke auch scherzhaft “Golden Gate vom Niederrhein” genannt wird.


Le Mont Saint Michel in Rheinland-Pfalz (CO2-Ersparnis: 241,9 kg)

Das Kloster im Wattenmeer

Auf einer Insel im Wattenmeer der Normandie gelegen, befindet sich mit dem Mont Saint Michel ein Kloster der besonderen Art. Etwa einen Kilometer von der Küste entfernt und rund 55.000 m² groß, gilt die Klosterburg als eines der teuersten Bauprojekte des Mittelalters.

Bis in die 1960er Jahre hinein bewohnten Benediktiner den Mont Saint Michel, seit 2001 ist er Heimat der Ordensleute der Gemeinschaften von Jerusalem. Jährlich besuchen schätzungsweise 3,5 Millionen Menschen die Insel – kein Wunder, zählt sie doch seit 1979 zum UNESCO Weltkulturerbe.

Der Wiederaufbau einer historischen Perle

Majestätisch am Rand der schwäbischen Alb gelegen, findet sich hier mit der Burg Hohenzollern eine wahre Perle der Geschichte: 1061 wurde die Burg erstmals historisch erwähnt. Nach vollständiger Zerstörung im Jahr 1423 wurde sie 1454 wieder aufgebaut. Nachdem die Burg Hohenzollern im 30-jährigen Krieg als Festung diente und mehrfach den Besitzer wechselte, zerfiel sie über die Jahrhunderte zusehends zu einer Ruine.

Im 19. Jahrhundert richtete das Haus Hohenzollern die Burg wieder her. Seither befindet sie sich im Privatbesitz der Familie. Die Räumlichkeiten dienen heute unter anderem als Museum. Zwar hausten und hausen hier keine Mönche, dennoch ähnelt die Burg Hohenzollern seinem französischen Zwilling vor allem durch spitze Türme, aneinandergereihte Häuser und schlichte Mauern.


Lincoln Memorial in Bayern (CO2-Ersparnis: 1.916,5 kg)

Ein Monument gegen Sklaverei

Als 16. Präsident der USA hat Abraham Lincoln das Land geprägt wie kaum ein anderer Präsident der Vereinigten Staaten. Zu seinen Ehren wurde zwischen 1915 und 1922 das Lincoln Memorial in Washington D.C. errichtet. Die 36 Säulen, die das Gebäude umgeben, repräsentieren die 36 US-amerikanischen Staaten zur Amtszeit Lincolns.

An der Nordseite des Memorials ist Lincolns zweite Antrittsrede (1865) zu lesen. Die Südseite zeigt hingegen die berühmte Gettysburg-Rede. Dort können Besucher außerdem die 5,80 m hohe Statue des sitzenden Lincoln bewundern. Der damalige Präsident war unter anderem verantwortlich für die Abschaffung der Sklaverei in den USA, weshalb Martin Luther King seine berühmte “I have a dream”-Rede auch an genau diesem Ort hielt.

Gedenkstätte der Deutschen

Nahe Regensburg thront über der Donau eine besondere Gedenkstätte: In Erinnerung an bedeutende Menschen und Gruppen aus der germanischen Sprachfamilie wurde die sogenannte Walhalla bereits 1842 eröffnet. Damals erinnerten 96 Büsten und 64 Gedenktafeln an heldenhafte Taten deutschsprachiger Persönlichkeiten.

Benannt ist das Walhalla nach dem aus der nordischen Mythologie stammenden Ruheort gefallener Krieger. Wer also nicht in die USA reisen will, sollte in jedem Fall seinem geschichtsträchtigen deutschen Zwilling einen Besuch abstatten.

Interessant: Die Büsten und Gedenktafeln werden alle fünf bis sieben Jahre aktualisiert. Ob eine vorgeschlagene Person tatsächlich geehrt wird, entscheidet der bayerische Ministerrat.

Zhangjiajie Nationalpark in Sachsen (CO2-Ersparnis: 2.667,6 kg)

Die Avatar-Berge in Pandora

Hohe säulenartige Berge, steile Klippen, mystische Urwälder, tiefe Schluchten – willkommen im Zhangjiajie Nationalpark von China! Der Nationalpark ist eine von drei Zonen des Wulingyuan-Landschaftsgebiets, das als UNESCO-Weltnaturerbe gilt.

Highlight des Zhangjiajie Nationalpark ist die 430 m lange, 300 m hohe Glasbodenbrücke, die die Erhabenheit des Nationalparks noch mehr verdeutlicht. Seit dem Filmerfolg von “Avatar – Aufbruch nach Pandora” (2009) suchen noch deutlich mehr Schaulustige den Weg ins chinesische Zhangjiajie; schließlich diente der Park als Vorlage für die Kulisse Pandoras.

Herrliche Aussicht im Elbsandsteingebirge

Das hauptsächlich aus Sandstein bestehende Mittelgebirge an der Elbe teilt sich in zwei Teile: den deutschen Teil – auch Sächsische Schweiz genannt – und den tschechischen Teil – auch als Böhmische Schweiz bekannt. Verglichen mit seinem chinesischen Zwilling lockt das Elbsandsteingebirge ebenfalls mit stark abfallenden Klippen, grüner Vegetation und hohen Gesteinssäulen. Der höchste Berg auf deutscher Seite ist übrigens der Große Zschirnstein mit 561 m.

Als eine der meistbesuchten Attraktionen der Sächsischen Schweiz ermöglicht – ähnlich wie in China – die Basteibrücke einen unvergesslichen Ausblick auf das Elbsandsteingebirge. Entlang der Brücke ragen spitze, steile Felsen bis zu 194 m zur Elbe hinab. Klingt doch fast schon besser als der chinesische Zwilling, oder?


Béziers in Baden-Württemberg (CO2-Ersparnis: 259,9 kg)

Über die Brücke von Béziers musst du gehen

Im warmen Süden von Frankreich, nur 14 km von der Mittelmeerküste entfernt, liegt die Stadt Béziers. Sie grenzt direkt an den Fluss Orb, der von der berühmten Brücke “Pont Vieux” (Alte Brücke) überführt wird.

Vom anderen Ufer haben Besucher einen perfekten Blick auf die ehemalige Kathedrale St. Nazaire, die über der Stadt thront. Einst residierten dort die Bischöfe der Stadt.

Die Schlossruine von Heidelberg

Genau wie im französischen Béziers müssen Besucher zunächst den Neckar über die Alte Brücke überqueren, bevor sie den Blick auf die Altstadt genießen können. Als Wahrzeichen der Stadt thronen die Heiliggeistkirche und die Schlossruine erhaben über Heidelberg und kreieren damit ein Bild, das dem in Béziers wohl kaum ähnlicher sein könnte.

Einst gastierten in der heutigen Schlossruine die Kurfürsten der Pfalz, bis Soldaten von Ludwig XIV. das Schloss um 1689 zerstörten. Bis heute wurde es nie vollständig restauriert.


Lake Taupo in Baden-Württemberg (CO2-Ersparnis: 6.838,4 kg)

Der explosive See

Vor fast 30.000 Jahren existierte anstelle des größten Sees Neuseelands eine riesige Magmakammer im Zentrum der Nordinsel. Als der Taupo-Vulkan schließlich ausbrach, stürzte die Magmakammer ein – ein großräumiger Krater war die Folge.

Naheliegende Flüsse füllten den Krater über die Jahre mit Wasser und eines der schönsten Reiseziele Neuseelands war geboren: der Lake Taupo. Heute misst er etwa 40 km in der Länge und 28 Kilometer in der Breite. Bis zu 160 m führt er außerdem in die Tiefe.

Ice Age 2.0

Als Zusammenschluss aus Obersee, Seerhein und Untersee ist der Bodensee mit Abstand der größte See in ganz Deutschland. Mit 536 km² Fläche macht er sogar seinem Zwillingsbruder Lake Taupo (622 km²) Konkurrenz. Der Bodensee entstand jedoch nicht durch Vulkanaktivität, sondern durch Gletscherbewegungen in der Eiszeit. Als sich schließlich der Meeresspiegel absenkte, teilte sich der See in seine drei Teile.


Steinerne Monumente in Rheinland-Pfalz (CO2-Ersparnis: 925,8 kg)

Pyramiden sind Schnee von gestern

Ägypten ist nicht nur bekannt für seine riesigen Pyramiden, sondern auch für andere eindrucksvolle Monumente. So bietet sich Abenteurern im White Desert Nationalpark, mehr als 400 km südwestlich von Kairo, ein unglaublicher Anblick: die Steinformationen des Parks!

Vor über 80 Millionen Jahren entstanden, nahmen die Kalkgebilde durch Erosion verschiedenste Formen an. So sahen Besucher in den Formationen bereits einen riesigen Baum mit einem Huhn darunter, doch auch einen Pilz und sogar Menschenköpfe formte die Fantasie bereits aus den Felsen.

Zu Tisch mit dem Teufel

Keine Sorge! Für solche einzigartigen Felsformationen muss es nicht bis nach Ägypten gehen. Stattdessen finden sich auch in Deutschland ähnliche Gebilde – nämlich im Hinterweidenthal im Pfälzerwald. Dort ragt ein steinerner Pilz ganze 14 m in die Höhe, der auch als Teufelstisch bekannt ist.

Er zählt zu den Wahrzeichen der Pfalz und verdankt seinen Namen einem Gedicht von Fritz Claus, nachdem der Teufel im Wald nach einem Rastplatz suchte. Als er keinen fand, soll er einfach zwei Steine aufeinander gelegt und sich daraus einen Tisch gebaut haben.

Verrückt: Im Pfälzerwald gibt es viele dieser pilzförmigen Steinfelsen – 20 an der Zahl. Der Teufelstisch ist davon jedoch der größte.

Die Statue of Liberty in Nordrhein-Westfalen (CO2-Ersparnis: 1.811,4 kg)

100 Meter Freiheit


New York City ist die Stadt der Träume – und das stimmt! Denn wahrlich traumhaft ist auch die bekannte Statue of Liberty. Geschaffen als Symbol für die amerikanische Unabhängigkeit, war die 92,99 m hohe Statue ein Geschenk Frankreichs.

Seit 1984 zählt die dargestellte römische Freiheitsgöttin Liberta mit der goldenen Fackel und der Unabhängigkeitserklärung in ihren Händen zum UNESCO-Weltkulturerbe. Sie gilt als eine der höchsten Statuen der Welt und ist auf Liberty Island im New Yorker Hafen zu finden.

Römer gegen Germanen

Doch wer braucht schon die Freiheitsstatue, wenn ihr kleiner Bruder im Teutoburger Wald mindestens genauso interessant ist? Mit knapp 53 m Höhe ist das Hermannsdenkmal zwar kleiner als seine große Schwester, dafür aber die größte Statue in Deutschland. Erbaut wurde das Denkmal zwischen 1838 und 1875 in Erinnerung an die Schlacht im Teutoburger Wald, die der Cheruskerfürst Arminius mit seinen Truppen gegen die Römer gewann.


Urlaub in Deutschland

Wer statt der weiten Flugreisen lieber Urlaub in Deutschland macht, spart insgesamt mehr als 36 Tonnen CO2 pro Person – und das allein bei der Hinreise. Welche Sehenswürdigkeit in Deutschland würden Sie gern demnächst besuchen?

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