Magdeburg Sehenswürdigkeiten – Top 10 der beliebtesten Attraktionen

Die Hansestadt Magdeburg liegt idyllisch direkt an der Elbe, am Schnittpunkt zum Havel- und Mittellandkanal. Diesem geografischen Vorteil verdankt sie ihren bedeutenden Binnenhafen sowie ihren Standpunkt als Industrie- und Handelszentrum. Aber auch touristisch hat die Hauptstadt von Sachsen-Anhalt, deren Geschichte rund 1.200 Jahre zurückverfolgt werden kann, einiges anzubieten.

Die 10 schönsten Sehenswürdigkeiten Magdeburgs stellen wir Ihnen in diesem Artikel vor.

Die Top 10 Magdeburg Sehenswürdigkeiten auf einen Blick

Platz 1: Magdeburger Dom

 

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Das Wahrzeichen Magdeburgs ist der historische Dom, der als ältestes gotisches Bauwerk Deutschlands gilt. In seiner langen Geschichte musste er bereits mehrfach wiederaufgebaut und restauriert werden, aber nun thront er wieder hoch über Magdeburg, wo er schon von weitem zu sehen ist.

Über tausend Jahre Geschichte

Vor der Errichtung des Doms im 10. Jahrhundert stand auf dem Platz das Kloster St. Mauritius. Dieses wurde von Kaiser Otto I. als Grabstätte auserwählt, was zum Bau des ersten Doms führte. Nach einem Brand zu Beginn des 13. Jahrhunderts wurde dieser zerstört und musste neu gebaut werden. Die Errichtung dieses zweiten Doms zog sich bis ins Jahr 1520 hin.

Phänomenaler Blick vom Kirchenturm

Jeden Tag finden im Magdeburger Dom öffentliche Führungen statt. Diese beinhalten auch den Aufstieg zum 104 hohen Nordturm. Nach einem Blick in den Glockenraum gelangen Sie auf die Aussichtsplattform, von der Sie über Magdeburg und bei klarem Blick sogar bis zum Harz sehen können.

Adresse:
Am Dom 1
39104 Magdeburg


Platz 2: Jahrtausendturm

 

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Im Rahmen der Bundesgartenschau 1999 wurde im Elbauenpark der 60 m hohe Jahrtausendturm errichtet. Auf sechs Ebenen demonstriert das höchste hölzerne Gebäude Deutschlands die technischen Errungenschaften der Menschheitsgeschichte.

Technikausstellung

Die technische und wissenschaftliche Entwicklung der letzten 6.000 Jahre wird Ihnen anhand von vielen Experimenten und Schautafeln verdeutlicht. Dabei hat jede Ebene im Inneren des Jahrtausendturms einen eigenen Schwerpunkt:

  • Ebene 1: Frühgeschichte bis Antike (bis zum Jahr 500)
  • Ebene 2: Mittelalter (die Jahre 500 bis 1500)
  • Ebene 3: Frühe Neuzeit (1500 bis 1750)
  • Ebene 4: Zeit von 1750 bis 1850
  • Ebene 5: Zeit von 1850 bis heute
  • Ebene 6: Aussichtsplattform

Höhepunkte der Ausstellung

Zu der Technikausstellung gehören auch einige ganz besondere Exponate. So hängt in der Turmspitze ein Foucaultsches Pendel, das die Erdrotation demonstriert. Mit Hilfe eines astronomischen Fernrohrs kann auf der Uhr des Magdeburger Doms die Uhrzeit abgelesen werden.

Adresse:
Tessenowstraße 7
39114 Magdeburg


Platz 3: Alter Markt

 

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Im Zentrum der Magdeburger Innenstadt liegt der Alte Markt. Dieser ist nicht nur Herzstück der Stadt, er versammelt auch so einige Sehenswürdigkeiten um sich herum.

Magdeburger Reiter

Der strahlende Magdeburger Reiter fällt einem sofort ins Auge, wenn man den Platz betritt. Das Original war die erste freistehende Reiterstatue nördlich der Alpen und geht auf das Jahr 1240 zurück. Die dargestellte Figur ist vermutlich Kaiser Otto I. Inzwischen wurde die Originalstatue ins Kulturhistorische Museum verlegt, am Alten Markt steht eine Bronzekopie.

Altes Rathaus

Die prachtvoll restaurierte Fassade am Alten Markt gehört zum Alten Rathaus, dem Sitz des Oberbürgermeisters. Die ältesten Teile des Gebäudes stammen aus dem 12. und 13. Jahrhundert, der Rest wurde nach der Zerstörung im Dreißigjährigen Krieg im italienisch-niederländischen Renaissancestil wiederaufgebaut. Sehenswert ist die Bronzetür, die wichtige Persönlichkeiten und Ereignisse der Magdeburger Geschichte abbildet.


Platz 4: Johanniskirche


Die Magdeburger Johanniskirche wurde irgendwann in dem Zeitraum von 936 bis 941 fertiggestellt. Fest steht, dass sie im Jahr 941 das erste Mal urkundlich erwähnt wurde, als Kaiser Otto I. sie den Mönchen des Moritz-Klosters schenkte.

Berühmter Prediger

Bekanntheit erlangte die Johanniskirche vor allem durch Martin Luther, der 1524 hier predigte. Sein Einfluss ließ die Stadt protestantisch werden. Nicht zuletzt deswegen gilt Magdeburg als das Zentrum der Reformation.

Wandlung zur Eventkirche

Heute wird die Kirche von einer Eventagentur betrieben und als Festsaal und Konzerthalle genutzt. Während der normalen Öffnungszeiten kann sie auch außerhalb von Events besichtigt werden. Für einen tollen Blick über die Stadt, sollten Sie unbedingt den Südturm besteigen.

Tipp: Machen Sie noch einen kleinen Abstecher zum Lutherdenkmal, das seit 1886 westlich der Kirche steht.

Adresse:
Johannisbergstraße 1
39104 Magdeburg


Platz 5: Elbauenpark

 

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Der Elbauenpark, der sich über ganze 90 Hektar erstreckt, wurde 1999 zur Bundesgartenschau eingerichtet. Der Familien- und Freizeitpark bietet zahlreiche Erholungsmöglichkeiten, die von toll angelegten Gärten über Spiel- und Sportmöglichkeiten bis zu Kunstausstellungen reichen.

Verschiedene Themengärten

Der Park ist in 14 verschiedene Themenwelten unterteilt, die sich so unterschiedlichen Schwerpunkten wie Ruinen, Visionen oder Skulpturen verschrieben haben. 10 der Themengärten beschäftigen sich auf unterschiedliche Weise mit dem Thema Erinnerung.

Aktivitäten im Park

Neben den Themengärten bietet der Elbauenpark zahlreiche weitere Attraktionen. Dazu gehören unter anderem:

  • Sportareal mit Feldern für unter anderem Fußball, Beachvolleyball oder Basketball
  • Spiel- und Projekthaus für Kinder
  • Schmetterlingshaus
  • Panoramabahn
  • Sommerrodelbahn
  • Kletterturm
  • Irrgarten

Platz 6: Schiffshebewerk Rothensee

 

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Das historische Schiffshebewerk in Magdeburg war zur Zeit seiner Einweihung 1938 eine ingenieurstechnische Meisterleistung. Das von ihm verwendete Hebeprinzip war sonst noch nirgendwo in dieser Größe eingesetzt worden. Heute ist es das einzige noch betriebene Zweischwimmerhebewerk Deutschlands.

Einstellung und Wiederaufnahme des Betriebs

Der Betrieb des Schiffshebewerks Rothensee lief allerdings nicht ununterbrochen. 2006 wurde der Betrieb eingestellt, da die Anlage für moderne Großmotorgüterschiffe zu klein war. Die Stadt setzte sich jedoch für eine Wiederaufnahme ein und seit 2013 wird das Hebewerk wieder benutzt, hauptsächlich für touristische Zwecke.

Symbol für die Entwicklung der Wassertransporttechnik

Nur noch vier Hebewerke werden in Deutschland betrieben. Somit zeigt diese Technik eindrucksvoll das Fortschreiten der Technik im Wassertransport. Bei öffentlichen Führungen können Besucher dabei zusehen, wie das Hebewerk den Schiffen die Überwindung des Höhenunterschiedes zwischen Mittellandkanal und der Elbe sowie dem Magdeburger Hafen hilft.

Adresse:
Zur Schleuse 5
39126 Magdeburg


Platz 7: Kloster Unser Lieben Frauen

 

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Mitten in der Magdeburger Altstadt steht dieses rund eintausend Jahre alte Kloster, in dem heute ein Kunstmuseum beheimatet ist. Die Exponate umfassen vor allem zeitgenössische Kunst sowie Skulpturen aus allen Epochen von der Antike bis heute.

Geschichte des Klosters

Bei seiner Erbauung von 1015 bis 1018 wurde das Kloster Unser Lieben Frauen zunächst in Holzbauweise errichtet. 1064 folgte dann die Fertigstellung des Steingebäudes in Form einer dreischiffigen Basilika. Nachdem der erste Magdeburger Dom 1207 abbrannte, wurde die Marienkirche des Klosters zur Kathedrale ernannt.

Romanischer Klosterbau

Im 13. Jahrhundert wurden dem Kloster einige gotische Elemente hinzugefügt, der romanische Grundcharakter blieb ihm jedoch erhalten. Dies macht das Kloster heute zu einer der bedeutendsten romanischen Anlagen Deutschlands. Seit 1993 gehört es zur damals neu eingeführten Straße der Romantik.

Tipp: Um das Kloster herum erstreckt sich ein weitläufiger Skulpturenpark – unbedingt erkunden!

Adresse:
Regierungsstraße 4
39104 Magdeburg


Platz 8: Hundertwasserhaus „Grüne Zitadelle“

 

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Als der berühmte Architekt Friedensreich Hundertwasser im Jahr 2000 verstarb, hatte er die Pläne für seine Grüne Zitadelle in Magdeburg so gut wie fertig gestellt. Dank seiner vielen detaillierten Zeichnungen konnte das Gebäude auch ohne ihn gebaut werden. Nach knapp zwei Jahren Bauzeit wurde es im Oktober 2005 eröffnet.

Ein Traum von Farben und Formen

Hundertwasser wollte mit seiner Grünen Zitadelle „eine Oase für die Menschlichkeit und die Natur in einem Meer aus rationellen Häusern“ entwerfen. In der für ihn typischen Bauweise gibt es so gut wie keine geraden Wände. Stattdessen zieren Balkone und Säulen in unterschiedlichsten Formen und Farben die rosa-braune Fassade; goldene Kugeln schmücken das Dach.

Erkundung des Inneren

Täglich werden öffentliche Führungen durch das Gebäude angeboten, denn das Innere ist ebenso sehenswert wie das Äußere. Sollte gerade eine der Wohnungen freistehen, wird diese in die Besichtigung eingeschlossen. Das Fehlen der geraden Wände lässt hier viele kuschelige Winkel entstehen, wenn auch wenig Platz für Wandschränke bleibt. Ein Höhepunkt der Besichtigung ist der Blick von den beiden Türmen über die begrünten Dächer des Gebäudes.

Adresse:
Breiter Weg 10A
39104 Magdeburg


Platz 9: Gruson Gewächshäuser

 

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Schon seit dem späten 19. Jahrhundert existiert in Magdeburg eine Sammlung tropischer Pflanzen, die ihresgleichen sucht. Zusammengetragen wurde sie von dem Magdeburger Maschinenbauunternehmer Hermann Gruson in den Jahren von 1860 bis zu seinem Tod 1895. Zu diesem Zeitpunkt galt sie bereits als eine der bedeutendsten Sammlungen exotischer Pflanzen weltweit.

Öffnung für die Öffentlichkeit

Gruson vermachte seine Pflanzensammlung der Stadt, ebenso wie eine Geldsumme zum Bau der Gewächshäuser. Damit wurde die Sammlung für die Öffentlichkeit zugänglich. Der traditionsreiche botanische Garten beheimatet heute über 3.000 exotische Pflanzenarten in neun Schauhäusern. Auch einige Tiere sind hier zu Hause wie Piranhas, Pfeilgiftfrösche oder Wasserschildkröten.

Adresse:
Schönebecker Str. 129b
39104 Magdeburg


Platz 10: Magdeburger Zoo

 

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Der Zoo von Magdeburg eröffnete im Jahr 1950 mit 50 Säugetieren und 280 Vögeln. Damals lief er noch als Tiergarten. Erst sieben Jahre später beschloss die Stadt, diesen in einen Zoo umzuwandeln und entsprechend zu vergrößern.

Erweiterungen über die Jahre

Nach einer Erweiterung des Zoogeländes besaß der Magdeburger Zoo im Jahr 1959, nur neun Jahre nach seiner Eröffnung, bereits 1.500 Tiere, die über 200 verschiedenen Arten angehörten. Die Ankunft der ersten Elefanten des Zoos im Jahr darauf bildete den Startpunkt für weitere Ausbauten.

Vom Zoo zum Erlebnispark

In den 90er Jahren begann der Ausbau des Zoos zum Erlebnispark, der sich bis heute vollzieht. So wurde im Jahr 2009 die große Steppenanlage für unter anderem Zebras und Spitzmaulnashörner gebaut. Fünf Jahre danach entstand ein neues Menschenaffenhaus. Inzwischen sind inmitten des idyllischen Vogelsang-Parks, in dem der Zoo beheimatet ist, hunderte von verschiedenen Tierarten in möglichst natürlicher Umgebung zu bestaunen.

Adresse:
Zooallee 1
39124 Magdeburg


Die Top 10 Magdeburg Sehenswürdigkeiten auf den Punkt gebracht

Die Attraktionen Magdeburgs sind vielfältig und reichen von historischen Bauten mit geschichtlicher Bedeutung bis zu modernen Attraktionen. So können Sie bei einem Besuch ganz verschiedene Seiten der Stadt kennenlernen. Diese Vielfalt macht Magdeburg zu einem lohnenden Ziel für eine Städtereise in Deutschland.

Magdeburg: Die wichtigsten Zahlen und Fakten

  • Einwohner: ca. 238.500
  • Größe: 201 km²
  • Sprache: Deutsch
  • Währung: Euro
  • Zeitzone: Mitteleuropäische Zeit (UTC +1:00)
  • Durchschnittstemperatur im Sommer: 19°C
  • Durchschnittstemperatur im Winter: 3°C

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