Brandenburg und Berlin gelten mit ihren rund 3.000 Seen als die beiden gewässerreichsten Bundesländer der Republik. Zirka 200 von ihnen sind offiziell als Badeseen ausgeschrieben. Den richtigen Ort für eine kühle Erfrischung, einen Spaziergang im Grünen oder eine Auszeit an lauen Sommertagen zu finden, ist daher gar nicht mal so leicht. Wir verraten Ihnen sechs der beliebtesten Seen in Brandenburg. Los geht’s!

Liepnitzsee – Naturidylle im Barnim

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Für Erholungssuchende und Badeurlauber

Der Liepnitzsee ist ein äußerst beliebtes Ausflugsziel für viele Berliner und Brandenburger, die an heißen Tagen eine Abkühlung suchen. Der See, der rund 8 km nordöstlich von Berlin gelegen ist, besticht vor allem durch seine idyllische Lage im Naturpark Barnim. Um den Liepnitzsee in Brandenburg herum befindet sich ein wunderschönes Buchenwäldchen, das auch Wanderer und Radfahrer für ihre Ausflüge gerne nutzen.

Zum Baden ist besonders das Strandbad Liepnitzsee am Westufer beliebt. Hier gibt es auch einen Bootsverleih, sodass der See auch mit dem Tret- oder Ruderboot unsicher gemacht werden kann. Wenn sich Frühling und Sommer aber von ihrer schönsten Seite zeigen und die Temperaturen nach einem Sprung ins kühle Nass schreien, ist das Strandbad sehr schnell sehr voll.

Am Nordufer gibt es allerdings noch einige Badestellen in unberührter Natur. Ein weitere, schöne Attraktion am Liepnitzsee ist die ca. 40 Hektar große Insel „Großer Werder“. Gute Schwimmer können vom Uferrand zur Insel schwimmen, man kann aber auch die Fähre oder ein Ruderboot nehmen. Definitiv einer der schönsten Seen in Brandenburg!

Senftenberger See – Naturidyll statt Tagebau

Der Senftenberger See ist einer der größten künstlich angelegten Seen in Europa. Er misst eine Fläche von rund 1.300 Hektar und befindet sich an der Landesgrenze zwischen Brandenburg und Sachsen in der Lausitz. Von Berlin aus müssen Wassersportbegeisterte, Erholungssuchende und Naturliebhaber rund 100 km und aus Dresden rund 60 km zurücklegen, um zum Senftenberger See zu gelangen.

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Eingehüllt in die Dämmerung

Die „Lausitzer Badewanne“, wie der See in Brandenburg auch heißt, besitzt eine ausgezeichnete Wasserqualität und sehr flach abfallende Sandstrände, weshalb das Gebiet um Senftenberg gerade für Familien sehr beliebt ist. Von den rund 18 km Uferlänge werden etwa 7 km von Stränden eingenommen, die zum Baden und Sonnetanken in wunderschöner Natur einladen. Neben den vielen tollen Stränden haben Urlauber aber auch die Möglichkeit, Rad und Boot zu fahren, zu wandern und zu walken oder aber zu angeln. Im Senftenberger See in Brandenburg schwimmen nämlich viele verschiedene und zum Teil auch seltene Fische, so etwa Hechte, Karpfen, Plötze oder Maräne.

Wo sich heute ein weitflächiger, wunderschöner See erstreckt, befand sich bis 1973 das Tagebaugebiet Niemtsch, das in eine herrliche Naturlandschaft umgewandelt wurde. Der Senftenberger See ist damit ein hervorragendes Beispiel für eine gelungene Rekultivierung von Bergbaufolgelandschaften und einer der gefragtesten Seen in Brandenburg.

Ähnlich beliebt bei Berliner und Brandenburgern ist Bad Saarow, gelegen direkt am Scharmützelsee. Neben der Nähe zum See locken auch ein breites Freizeitprogramm und Wellnessangebote. Die perfekte Auszeit vom Großstadttrubel finden Berliner zudem am Straussee.

Scharmützelsee – das Märkische Meer

Der Scharmützelsee in Brandenburg ist ein wahres Naturparadies. Seine Weite, die idyllische Lage und die vielen reizvollen Ausblicke veranließen Theodor Fontane dazu, den See auch als „märkisches Meer“ zu bezeichnen. Diesen passenden Beinamen trägt der See bis heute. Mit seinen rund 1.200 Hektar ist der Scharmützelsee einer der größten Seen in Brandenburg.

Zu finden ist er südöstlich von Fürstenwalde/Spree, 60 km von Berlins Stadtgrenze entfernt. Viele Berliner nehmen diese Strecke für einen Ausflug an einen der bezauberndsten Seen in Brandenburg aber gerne auf sich. Bietet die Region um den Kurort Bad Saarow und den Erholungsort Wendisch Rietz doch viele Möglichkeiten seine Freizeit zu verbringen. So befindet sich um den See herum ein ausgedehntes Radwegenetz, welches in nordwestlicher Richtung durch ein ganzes Seengebiet führt.

So schließen sich an den Scharmützelsee der Storkower See und die Groß Schauener Seenkette an. Mit dem Rad geht es dann durch die sanfte Saarower Hügellandschaft. Auf dem Scharmützelsee selbst sind viele verschiedene Wassersportaktivitäten möglich. So können Sie neben dem Baden auch segeln und surfen, sich ein Tret- oder Ruderboot ausleihen oder mit dem Dampfer über den See schippern.

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Werbellinsee – Naturparadies im Norden

Der Werbellinsee im Barnimer Landkreis befindet sich zusammen mit dem Grimnitzsee und dem Parsteiner See im Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin. Seine malerische Lage zwischen den Wäldern macht ihn zu einem der meist besuchten Seen in Brandenburg.

Der ca. 50 km nordöstlich von Berlin gelegene Werbellinsee ist rund 13 km lang und bis zu 1,3 km breit. An seiner tiefsten Stelle misst er bis zu 60 m. Mit seinen 786 Hektar gehört zu er zu den größten Seen in Brandenburg. Seine weite Fläche wird gern für den Wassersport genutzt. So kann man hier Wasserski fahren, rudern und surfen, segeln, tauchen und natürlich baden. Für Letzteres stehen Erholungssuchenden gleich sieben Badestellen mit glasklarem Wasser zur Verfügung. Um den See herum befinden sich außerdem zahlreiche Wander- und Radwege. Auf diesen lässt sich die idyllische Landschaft des Biosphärenreservates hervorragend erkunden.

Helenesee – die kleine Ostsee Brandenburgs

Der Helenesee befindet sich rund 8 km südlich von Frankfurt an der Oder inmitten des Landschaftsschutzgebietes Oder-Spree-Seen. Er ist bekannt für sein kristallklares Wasser und dessen hohe Qualität. Diese ist sogar so gut, dass der Helenesee zu einem der saubersten Gewässer in Brandenburg gehört. Von den Brandenburgern wird der rund 250 Hektar große See liebevoll auch nur „die Helene“ genannt. Rings um die Helene befindet sich ein märkischer Kiefern- und Mischwald. Im Zusammenspiel mit dem feinen, weißen Sand am Strand lässt er das Gefühl von Ostsee aufkommen. Und die Helene zu einem der grünsten Seen in Brandenburg werden.

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Seen in Brandenburg – den Sommer genießen

Vom einstigen Kohletagebau ist heute rund um den Helenesee in Brandenburg nicht mehr viel zu merken. Das Kohlebergwerk wurde 1958 geflutet und brachte den Helenesee hervor, der heute ein großartiger Ort zum Baden und Erholen ist. Der 56 m tiefe See ist vor allem auch ein Paradies für Wassersportler. So gibt es Ruder- und Tretboote zum Ausleihen als auch die Ausrüstung zum Windsurfen und Tauchen.

Der Sandstrand des Strandbades am Helenesee eignet sich aber auch perfekt, um Sonne zu tanken. Um den Helenesee herum gibt es aber auch viele kleine, abgeschiedene Buchten. Diese erreichen Sie mit dem Auto oder Rad. Da verwundert es uns nicht, dass der Helenesee einer der beliebtesten Seen in Brandenburg ist.

Der Straussee – der See im Grünen

Ein weiterer schöner See in Brandenburg ist der Straussee. Er ist ca. 30 km nordöstlich von Berlin bei Straußberg gelegen und erstreckt sich auf einer Fläche von rund 135 Hektar. Wer sich im Sommer am Straussee erfrischen möchte, darf sich auf wunderbar klares Wasser und feine Sandstrände freuen. In den warmen Sommermonaten kann man leicht bis in 7 Meter Tiefe schauen, da das Wasser des Sees so klar ist. An seiner tiefsten Stelle misst der See übrigens bis zu 20 Meter. Gespeist wird der Straussee dabei vor allem von Grundwasser. Darin fühlen sich im Übrigen auch zahlreiche Fische wohl. In dem fischreichen See leben z.B. Hechte, Zander, Aale, Barsche und Karpfen, die auch viele begeisterte Angler anziehen.

Wer im Straussee bei Berlin baden möchte, kann dafür zum Beispiel das historische Freibad nutzen. Es wurde im Jahr 1925 errichtet und zieht vor allem Familien mit Kindern an. Das Baden wird hier von Bademeistern überwacht und es gibt einen Schwimmer- und Nichtschwimmerbereich. Zudem gibt es einen Kiosk für leckere Snacks und neben dem Sandstrand auch eine grüne Liegewiese. Sehr beliebt sind auch die Rutschen des Freibades.

Neben dem Strandbad gibt es rund um den Straussee aber auch viele schöne freie Badestellen. Zum Beispiel am gegenüberliegenden Ufer des Freibades. Hier lässt sich die idyllische Seelandschaft aus Wasser und Wald ebenso schön – wenn vielleicht auch etwas ruhiger – genießen.

Ein echtes Highlight befindet sich in der Mitte des Sees. Hier bringt eine Fähre die Menschen von einer Seite des Sees zur anderen. Das Besondere: Es handelt sich dabei um die einzige elektrisch betriebene Personenseilfähre in Europa. Kurzum: Der Straussee ist ein idealer Ort zum Ausspannen. Daher gehört er definitiv zu den besten Seen in Brandenburg.