Kaum eine Stadt in Deutschland beherbergt so viele antike Bauwerke, römische Bauten und sehenswerte Attraktionen wie Trier. Die älteste Stadt Deutschlands blickt auf eine knapp zwei Jahrtausende währende Geschichte zurück. Die spiegelt sich dann auch im Stadtbild Triers wider. Vor allem die antiken Überbleibsel aus der Zeit als bedeutende Hauptstadt des Weströmischen Reichs locken jedes Jahr Tausende in den Westen Rheinland-Pfalz. Die entdecken im „Roma secunda“ dann die Porta Nigra, den Dom oder die Weinromantik im Moselland. Wir stellen Ihnen die schönsten, aufregendsten und interessantesten Trier Sehenswürdigkeiten vor.

Porta Nigra

Diese Trier Sehenswürdigkeit wurde bereits im Jahr 150 angelegt und sollte als Teil der groß angelegten Stadtmauer die aufstrebende Kaiserresidenz vor Angreifern schützen. Während Mauer und die anderen drei Tore im Laufe der Zeit zerstört worden, zeugt die Porta Nigra noch heute von der Pracht der ehemals größten Metropole nördlich der Alpen. Die dafür notwendigen Sandsteinquader kamen aus dem nahen Kylltal. Der Name – lateinisch: schwarzes Tor – stammt allerdings nicht aus der Zeit der Römer, sondern wurde erst im Mittelalter eingeführt und lässt sich wohl auf die Zeichen der Zeit zurückführen, die das Tor tatsächlich schwarz gefärbt hat. Heute gilt das Tor als Wahrzeichen der Stadt, ist beliebter Ausgangspunkt für Stadtrundgänge und gehört seit 1986 auch zum UNESCO-Welterbe.

Dom St. Petrus

Noch ein Superlativ in Trier: Der Dom der Stadt ist nicht nur die älteste Bischofskirche Deutschlands, sondern auch die Mutterkirche des Bistums Trier. Auch der gigantische Sakralbau wurde 1986 in die Liste des UNESCO-Welterbes aufgenommen und ist im Rahmen der Haager Konvention ein geschütztes Kulturgut. Mit einer Länge von 112,5 Metern und einer Breite von 41 Metern das größte Kirchengebäude der Stadt. Seit mittlerweile 1.700 Jahren lockt der Dom Gläubige und Besucher in seine Hallen. Sein Baugeschichte erstreckt sich über 1.000 Jahre und mehrere Stilepochen. Die spiegeln sich auch in Architektur und Stilelementen der Kirche wider. Der Hohe Dom St. Petrus hat im ganzen Jahr zwischen 6:30 Uhr und 17:30 beziehungsweise 18:00 Uhr für Sie geöffnet. Entdecken Sie diese Trier Sehenswürdigkeit bei einem Städtetrip in der ältesten Stadt Deutschlands selber.

Der Hauptmarkt

Es gibt einige sehenswerte Plätze in Trier. Der wohl schönste unter ihnen – und ein beliebter Treffpunkt bei Trierern und Trier-Erkundern – ist der Hauptmarkt im Herzen der Stadt. Seit 958 ist der Platz das offizielle Zentrum Triers. Kein Wunder, gelangt man von hier aus doch in wenigen Minuten zu sämtlichen Trier Sehenswürdigkeiten. So geht es von hier zum Dom, zum Judenviertel und sechs weiteren Straßen sowie in das Innere des Doms. Sehenswert sind hier aber auch der Pranger in der südlichen Ecke des Marktes und das städtische Ellenmaß an der Steipe. Die Steipe selbst, das Festhaus des Stadtrates, gewährt Besuchern außerdem den Zugang zur Stadtkirche St. Gangolf. Auch um den Marktbrunnen aus dem Jahr 1595 versammeln sich täglich Hunderte, um von hier aus die restlichen Trier Sehenswürdigkeiten und die Brunnenstatuten zu entdecken. Die symbolisieren Gerechtigkeit, Stärke, Mäßigkeit und Klugheit, die vier Kardinaltugenden des guten Stadtregiments.

Tipp: Trier ist mehr als Römer-Denkmal und Freilichtmuseum. Sie ist auch eine lebendige Universitätsstadt. Knapp 14.000 Studenten leben aktuell in Trier – und genießen auch das kulturelle und kulinarische Leben. Beliebte Restaurants sind unter anderem das Astarix. Wobei auch hier die römische Geschichte zur Namensfindung beigetragen haben mag. Danach geht es dann zum Tanzen in die VillaWuller.

Liebfrauenkirche

Und noch eine Kirche hat es in unsere Liste der Top Trier Sehenswürdigkeiten geschafft. Die Liebfrauenkirche ist nach dem Dom die zweitgrößte Kirche der Stadt. Auch sie war auf ihre Art einmalig. Immerhin war sie damals der erste gotische Sakralbau Deutschlands. Besonders ist aber auch ihre Form, die manch einen an eine Blume erinnern mag. Wie eine Rose breitet sich die Kirche in kleinen Türmen aus. Ihr Grundriss ist kreuzförmig, in seinen Armen befinden sich die Kapellen. Den Eingang finden Sie am Nordportal, dem sogenannten Paradies. Das Gute: den Besuch der Liebfrauenkirche können Sie einfach mit der Dom-Besichtigung kombinieren, liegen die beiden Gebäude doch nur wenige Schritte voneinander entfernt. Dank ihrer bunten Fenster und der einmaligen Atmosphäre ist die Kirche auch ein beliebter Ort für Hochzeiten und andere Veranstaltungen. Die Liebfrauenkirche können Sie jeden Tag ab 8:00 Uhr besuchen.

Kaiserthermen

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Wer in Trier zu Besuch ist, kommt an den vielen römischen Baudenkmälern nicht vorbei. Zu den Hauptattraktionen der ehemaligen römischen Stadt zählen die Kaiserthermen. Sie ist die jüngste der drei römischen Badeanlagen und wurde im 4. Jahrhundert erbaut. Und noch heute gehört sie zu den größten Badeanlagen des römischen Reiches und erlaubt ihren Besuchern in die Geschichte der Stadt einzutauchen. Vor allem zeigt sie die Liebe der Römer zu ihren luxuriösen Badehäusern, die zum Entspannen einluden und als gesellschaftliche Treffpunkte dienten. Trotz allem Luxus und ihrer Größe – die Kaiserthermen wurden niemals fertiggestellt und dienten schließlich als Kaserne. Für die Besichtigung der monumentalen Thermen sollten Sie knapp 45 Minuten einplanen. Vor allem in den Morgenstunden haben Sie die Chance hier ganz ungestört umherzuwandern. Oder Sie lassen sich von geschulten Führern durch die Thermen geleiten. Die können Sie dann übrigens auch unterirdisch erkunden.

Amphitheater

Nur 500 Meter weiter und sie befinden sich am Amphitheater, eine weitere Trier Sehenswürdigkeit römischen Ursprungs. Heute vor allem Attraktion und Anlaufpunkt für Touristen, diente das Amphitheater im zweiten Jahrhundert als Austragungsort für Gladiatorenkämpfe und Tierhetzen. Auch Hinrichtungen und Kundgebungen fanden hier statt. Im Sommer können Sie während Führungen in die Geschichte des Theaters eintauchen und sich von dem „Gladiatoren Valerius“ über seinen Werdegang als Gladiator informieren lassen. Im August finden hier zudem nachgestellte Gladiatorenkämpfe und vereinzelt auch Konzerte statt. Bei einem Blick von den grün bewachsenen Hängen hinab auf das Theater wird die antike Geschichte wieder lebendig. Entdecken Sie das UNESCO-Welterbe Trier mit all seinen Facetten und das Amphitheater, das im gesamten Jahr bei gutem Wetter für Sie geöffnet hat.

Karl-Marx-Haus

Diese Trier Sehenswürdigkeit entstand lange nach der Zeit Triers als römische Hauptstadt. In der Brückenstraße 10, gelegen am Rande der gut besuchten Fußgängerzone finden Urlauber und Trier-Städtereisende das Geburtshaus von Karl Marx. Die Dauerausstellung „Karl Marx, Leben – Werk – Wirkung bis zur Gegenwart“ stellt Marx als Menschen und als bedeutende Persönlichkeit vor. Dabei kommen Marx-Fans genauso auf ihre Kosten wie Geschichtsliebhaber und Kulturhungrige. Das Vorderhaus wurde 1727 errichtet und in 1930 teilweise restauriert. Von hier zog die Familie weiter in die Simeonstraße 8, wo Marx und seine Geschwister den Großteil ihrer Jugend verbrachten. An diese Zeit und seinen berühmten Bewohner erinnert heute eine Gedenktafel an der Fassade des Hauses.

Übrigens: Auch wenn das Museum für viele Urlauber interessant sein dürfte. Eine Gruppe zieht es vor allem in das Geburtshaus des berühmten Sozialisten – Chinesen. Knapp 12.500 von ihnen kommen jedes Jahr nach Trier. Und zwar weniger, um die antiken Bauwerke zu bewundern, als vielmehr, um sich vor dem Konterfei des Philosophen fotografieren zu lassen.

 

Kurfürstliches Palais

Nicht nur die Epoche als römische Residenzstadt hat in Trier Spuren hinterlassen. Diese Trier Sehenswürdigkeit gehört zu den schönsten Palästen des Rokoko und zeigt, dass Triers Geschichte noch weit über seine römischen UNESCO-Werke hinausgeht. Gelegen unweit der Konstantin-Basilika ist das Palais mehr als einen Abstecher wert. Erbaut wurden erste Teile des Palais bereits im Jahr 1615 unter Kurfürst Lothar von Metternich. Abgeschlossen wurde der Bau von Caspar von der Leyen. Im Sommer finden inmitten der prächtigen Säle oder im Innenhof Konzerte statt. Im gesamten Jahr können Sie darüber hinaus das Palais besuchen und den Blick auf die Rokoko-Treppe im Südflügel oder den Rest des wohl schönsten Teils des Palais genießen.

Ein Ausflug zur Mosel

Zwar keine direkte Trier Sehenswürdigkeit, aber trotzdem Teil unserer Top Trier Sehenswürdigkeiten, zieht es Trier Besucher mit etwas Zeit doch meist in das umliegende Moselland. Kein Wunder, immerhin gilt Trier als eine der bedeutendsten Moselstädte Europas. Vor allem im Sommer lockt der Fluss mit grünen Uferwegen und Wanderrouten für Jung und Alt, Anfänger und Kletterprofis. Dazwischen reihen sich Burgen an Museen und kleine, sehenswerte Städte. Berühmt ist die Mosel aber vor allem für ihre Weine. Die können Sie auch während einer Wandertour entlang des Moselsteigs probieren. Oder während eines Städtetrips in Trier. Im Winter müssen Sie übrigens auch nicht auf Abwechslung und Outdoor-Sport verzichten. Sobald der Boden mit dichten Schneeflocken bedeckt ist, geht es für viele Winterwanderer raus in die Natur. Wer es besinnlicher mag, wird auf dem Weihnachtsmarkt auf seine Kosten kommen.

Judengasse

Vom Hauptmarkt sind Sie in wenigen Schritten in den Einkaufsstraßen der Stadt oder am Dom. Wählen Sie einen anderen Weg gelangen Sie in das Judenviertel Triers, das durch romantische Fachwerkarchitektur und eine lange Geschichte begeistert. Die geht zurück bis auf das 9. Jahrhundert und wird noch heute bei einem Gang durch die sogenannte Judengasse wieder lebendig. Sie erstreckt sich zwischen Simeon-, Jakob- und Stockstraße und lässt sich durch einen kleinen Gang, die Judenpforte, erreichen. In der befinden sich heute auch Gastronomiebetriebe. Knapp 60 Häuser, eine Synagoge und ein Gemeindehaus bildeten das Grundgerüst des Viertels, bevor es im 16. Jahrhundert durch die heutigen Fachwerkhäuser erweitert wurde. Ein Muss unter den Trier Sehenswürdigkeiten: Das Trierer Judenviertel.